Zahnarzt Praxis Dr. Röller, Dortmund. Zertifizierter Implantologe, Zahnimplantate, Implantologie, Parodontologie, Ästhetische Zahnmedizin.
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Implantat Lexikon


Implantatlexikon

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Abutment, siehe auch: Implantataufbauten

Allergie, Als Allergie ("die Fremdreaktion") wird eine überschießende Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert. Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend und in einigen Fällen sogar akut lebensbedrohlich sein. Es kann sein, dass die Symptome nur saisonal auftreten, etwa zurzeit des entsprechenden Pollenflugs, oder dass die Symptome ganzjährig auftreten, wie bei Sensibilisierungen gegen Hausstaubmilben. Allergien und Hypersensitivität können sich äußern:

  • an den Schleimhäuten (Heuschnupfen), Mundschleimhautschwellungen, Bindehautentzündung
  • an den Atemwegen (Asthma bronchiale)
  • an der Haut Neurodermitis, Kontaktekzem
  • im Gastrointestinaltrakt (Erbrechen, Durchfälle, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern)
  • als akuter Notfall (anaphylaktischer Schock)
Auslöser von Allergien sind die Allergene. Allergene sind jene Antigene, gegen die sich die fehlgeleitete Immunantwort, die jeder Allergie zu Grunde liegt, richtet. Häufig sind Allergene Proteine, sehr häufig Enzyme.

Alveolarfortsatz, das knöcherne Fundament für die Zahnwurzeln. Es ist Teil des Kieferknochens. Der Alveolarfortsatz bildet sich mit dem Entstehen eines Zahnes, nach dem Zahnverlust bildet er sich wieder zurück.

Alveolarkamm, Kieferkamm; erhöhte Leiste des zahnlosen Kiefers.

Alveolarkammatrophie, Abbau des Kieferknochens nach Zahnverlust.

Alveolarmukosa, Alveolarschleimhaut, engl.: alveolar mucosa; Als Bestandteil der Mundschleimhaut kleidet sie den Mundboden und den Mundvorhof aus. Die i.d.R. nicht verhornte Schleimhaut besteht aus drei verschiedenen Schichten. Sie liegt - vom Zahn aus gesehen - jenseits der Mukogingivalgrenze und ist deshalb mit dem Alveolarfortsatz als verschiebliche Schleimhaut nur locker verbunden. Bei einem Implantat übernimmt die Alveolarmukosa im Gegensatz zu den Verhältnissen beim natürlichen Zahn (dento-gingivaler Verschluss) die Funktion der biologischen Abschottung zwischen keimbesiedelter Mundhöhle und dem Körperinneren.

Alveole, Zahnfach der Zahnwurzel (lat. kleine Mulde, Wanne)

Amalgam, Eine Legierung des Quecksilbers mit weiteren Metallen zum Füllen von Zähnen. Als bewährtes Füllungsmaterial wegen seiner einzigartigen Eigenschaften, ist es jedoch aufgrund seines Quecksilberanteils in die Kritik geraten. Gesundheitliche Schäden durch Amalgam konnten durch wissenschaftliche Studien bislang nicht eindeutig erbracht werden. Viele Zahnärzte sind deshalb zu Amalgamalternativen wie Kunststofffüllungen oder Gold-, Keramik-Inlays übergegangen.

Ambulant, Untersuchung und Behandlung in der Sprechstunde, ohne stationäre Aufnahme, im Gegensatz zur stationären Behandlung.

Analgetika, Schmerzmittel. Einteilung in
a) einfache Analgetika, der Gruppe der NSAIS (nichtsteroidalen antientzündlichen Substanzen) zugehörig. Hierzu gehören unter anderem: Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin®), Paracetamol (z.B. PCM; Benuron®), Metamizol (Novaminsulfon; Novalgin®) und Ibuprofen (zB. Aktren®).
b) Narkoanalgetika mit Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Hierzu gehören unter anderem Tramadol (z.B. Tramal®), Tilidin (z.B. Valoron®) und sehr starke Schmerzmittel wie Morphin (z.B. MST®)

anallergisch, keine Allergie aufweisend

Anamnese, Vorgeschichte des Kranken. Art, Beginn und Verlauf der Beschwerden, die der Arzt im Gespräch mit dem Patienten erfragt.

Anatomie, Wissenschaft und Lehre vom Bau der Körperteile und seiner Organe.

Antibiotika, Eine Gruppe von Medikamenten, die störend in den Stoffwechsel von Bakterien eingreifen und so deren Wachstum hemmen oder eine direkte Abtötung bewirken. Sie werden bei bakteriellen Infekten oder zur Verhinderung solcher eingesetzt. Die gebräuchlichsten Antibiotikagruppen sind:
Penicilline (z.B. Penicillin; Amoxicillin, Ampicillin)
Cephalosporine (z.B. Panoral®; Suprax®; Grüncef®; Keimax®)
Tetracycline (z.B. Doxycyclin)
Makrolide (z.B. Erythromycin; Rulid®; Klacid®; Zithromax®)
Gyrasehemmer (z.B. Ciprobay®; Tarivid®)
Sulfonamide (z.B. Bactrim®; Cotrim®; Eusaprim®)
Aminoglycoside (z.B. Refobacin®)

Anämie, "Blutarmut", Mangel an Hämoglobin und/oder Erythrozyten im Blut.

Anästhesie, Die Empfindlosigkeit gegen Schmerz,- Temperatur- und Berührungsreize infolge einer Störung des Nervensystems, oder als erwünschtes Ergebnis einer Narkose, bzw. Lokalanästhesie (örtliche Betäubung). Meist ist das Ausschalten des Schmerzempfindens mit Betäubungsmitteln bei Operationen oder schmerzhaften Untersuchungen gemeint. Erreicht wird dies durch intravenöse oder inhalative Verabreichung von Medikamenten oder einer Kombination aus beiden Verfahren. Zielorgan der Vollnarkose ist die Großhirnrinde, die durch schlafbedingende Medikamente in ihrer Funktion so gebremst wird, dass der schlafähnliche Zustand Bewusstlosigkeit resultiert. Im Unterschied zum natürlichen Schlaf jedoch führen (Schmerz-)Reize nicht zu einer Aufwachreaktion. Üblicherweise geht mit dieser Bewusstlosigkeit eine Gedächtnislücke für die Zeit der Narkose einher.

Anästhesist, In den meisten Industrienationen wird die Anästhesie (Ausschaltung der Empfindungen, u. a. des Schmerzes) durch einen spezialisierten Arzt ausgeführt. In Deutschland trägt er die Bezeichnung Facharzt für Anästhesiologie oder kurz Anästhesist oder landläufig auch Narkosearzt.

Arterie, Schlagader, pulsierendes Blutgefäß, das das Blut vom Herzen wegführt.

Artikulation, Unterkieferbewegungen bei Zahnkontakt (Öffnen, Schließen, Vor- und Seitwärtsbewegung, besonders beim Kauen) oder Bildung der Worte.

ArtikulatorArtikulator
Der Artikulator ist eine Art Nachbau des menschlichen Kiefergelenks. Er wird in der Zahntechnik (Dentallabor) verwendet um Zahnersatz passen zu fertigen. Dabei werden die nach Abdrucknahme gefertigten Gipsmodelle des Ober- und Unterkiefers in der registrierten Zubißposition im Artikulator fixiert. So kann der individuelle Zahnersatz hergestellt und die Funktion beim Schlussbiss sowie bei Mundöffnungs- und Seitwärtsbewegungen simuliert werden.

Asepsis, Keimfreiheit. Alle Maßnahmen zur Verhütung einer Infektion mit Mikroorganismen, z.B. bei der Operation, durch Händedesinfektion, Desinfektion des Operationsfeldes, Tragen von Mundschutz.

Atrophie, Schwund von Körpergewebe, das mit einer Funktionseinschränkung einhergeht. Man unterscheidet unter anderem die Inaktivitätsatrophie z.B. Muskel- oder Knochenschwund durch fehlende gewebegerechte Belastung, oder die Druckatrophie durch dauernde punktuelle Überlastung eines Gewebes. In der Implantologie bedeutsam, da durch fehlende natürliche Belastung nach Zahnverlust der Kieferknochen nach und nach abgebaut wird, d.h. atrophiert.

Aufbauteile (Aufbauten), siehe auch: Implantataufbauten

Aufklärungsgespräch, Ein Patient muss Nutzen und Risiko abschätzen können, um selbst über die Behandlung und einzelne Maßnahmen zu entscheiden. Auf folgendes kommt es beim Aufklärungsgespräch an:
  • 1. Persönliches Gespräch mit dem Arzt
    Die Aufklärung muss durch ein persönliches Gespräch mit dem Arzt erfolgen. Ein Merkblatt alleine reicht nicht.
  • 2. Fragen Sie nach!
    Fachwörter, Abkürzungen und lateinische Begriffe sind dem Arzt zwar geläufig, nicht aber dem Patienten. Fragen Sie, wenn Sie etwas nicht verstehen.
  • 3. Machen Sie sich einen "Spickzettel"!
    Viele Menschen vergessen oft vor Aufregung die wichtigsten Fragen zu stellen. Machen Sie sich einen "Spickzettel". Sie sind damit bestens auf das Gespräch vorbereitet und haben alle Fragen parat.
  • 4. Erst unterschreiben Sie, wenn Sie sich sicher fühlen!
    Ihre (schriftliche) Einwilligung vor einer Therapie sollten Sie geben, wenn Sie sich rundherum informiert und aufgeklärt fühlen. Sie haben übrigens auch das Recht, auf eine Aufklärung völlig zu verzichten. Auch das müssen Sie schriftlich erklären.
  • 5. Aufklärung zum richtigen Zeitpunkt
    Sie als Patient müssen rechtzeitig vor der Behandlung aufgeklärt werden. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Art der Behandlung und ihrer Dringlichkeit ab.
  • 6. Wirtschaftliche Aufklärungspflicht
    Für einige zahnärztliche Therapien und Zahnersatz werden in der gesetzlichen Krankenversicherung Zuzahlungen fällig. Einige Leistungen werden überhaupt nicht von der Krankenkasse gedeckt. Sobald Ihnen Zusatzkosten entstehen, muss Sie der Zahnarzt darauf hinweisen.


Augmentation, Wird als Synonym für das Einbringen von Gewebeaufbau- bzw. -stützmaterial (z.B. Knochenaufbau) verwendet. Das eingebrachte Material wird als Augmentat bezeichnet.

Ästhetik / Zahnästhetik, Gesundheit und Wohlfühlen beginnen im Mund. Das gestiegene Gesundheits- und Schönheitsbewusstsein betrifft besonders unsere Zähne. Und wer dem Leben schöne Zähne zeigen möchte, kann mit Hilfe der modernen Zahnheilkunde heute viel machen. Die Bandbreite an Möglichkeiten, das eigene Zahnimage "aufzupolieren", ist groß. Zu den Möglichkeiten der modernen Zahnheilkunde werden im weiten Rahmen Professionelle Zahnreinigung, Bleaching, Veneers, unsichtbare Zahnfüllungen, vollkeramische Kronen/und Brücken als auch Implantate und auch kieferorthopädische Korrekturen gezählt.

Ästhetische Zahnheilkunde, Ein Oberbegriff für alle zahnärztlichen Maßnahmen, die zur Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes der Zähne beitragen. z.B.: Bleaching; Veneers.

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Backenzahn, auch Molar oder Prämolar genannt.

Bakterienherd, apikal oder apikale Parodontitis oder apikale Ostitis. Die apikale Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung. Die Bakterien gelangen häufig über einen entzündeten Wurzelkanal zur Wurzelspitze. Die Ursachen für die Entzündung des Zahnmarks (Pulpitis) sind vielfältig. Meist beginnt es mit einem kariösen Defekt, der als Eintrittspforte für Krankheitserreger dient und nicht unbedingt Schmerzen verursacht. Das Zahnmark stirbt dann ab und die Keime breiten sich im System der Wurzelkanäle aus. Der Körper kann außerhalb des Zahnes mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates reagieren. Diese stellt eine Abwehrreaktion des Immunsystems dar. Eine Parodontitis apicalis kann in einer akuten oder einer chronischen Form vorliegen. Die akute Form ist oft mit Schmerzen verbunden, sie kann unter Umständen röntgenologisch nur schwer verifiziert werden, während eine chronische Parodontitis apicalis bei einer Auflösung der Knochenstruktur im Bereich der Wurzelspitze im Röntgenbild gut sichtbar sein kann. Wird die apikale Parodontitis nicht behandelt, dann kann sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten - apikaler Abszess. Eine andere mögliche Folgeerkrankung ist die Ausbildung eines apikalen Granuloms, das sich zu einer Wurzelzyste entwickeln kann.

Beckenkammtransplantat, Wenn der Knochenmangel so ausgeprägt ist, dass ein sicheres Implantatlager durch geringere lokale Knochenaufbaumaßnahmen nicht geschaffen werden kann, so stellt die Entnahme eines Knochenspans aus dem Beckenkamm die letzte Möglichkeit dar, einen Kiefer wiederaufzubauen. Dieser Eingriff wird von erfahrenen Chirurgen unter Narkose in einer spezialisierten Klinik durchgeführt. Der Span wird dann nach Idealisierung der Form an der gewünschten Stelle mit speziellen Schrauben fixiert. In vielen Fällen kann gleichzeitig auch das Einbringen der Implantate erfolgen. Die Entnahmestelle am Beckenkamm, mit der zwangsläufigen Traumatisierung der dort ansetzenden Muskeln, kann in der postoperativen Phase neben einem Wundschmerz auch für Beschwerden beim Laufen sorgen.

Beratungsgespräch, siehe auch: Aufklärungsgespräch

Beschleifung, Bearbeiten der natürlichen Zähne, um daran künstlichen Zahnersatz zu befestigen.

Betäubung, Künstlich herbeigeführte Schmerzausschaltung bei Operationen und schmerzhaften Untersuchungen. Bei örtlich begrenzter Betäubung spricht man auch von Lokalanästhesie.

Biokompatibilität, Eigenschaft von bestimmten Materialien dauerhaft reaktionsfrei in Kontakt mit körpereigenen Zellen verbleiben zu können. Biokompatible Materialien sind unter anderem Titan, bestimmte Keramiken und Kunststoffe.

Bisphosphonate, werden u.a bei Osteoporose eingesetzt, da sie durch Hemmung der Knochenresorption dem Knochenabbau entgegenwirken. Der so verlangsamte Knochenstoffwechsel behindert aber die Einheilung von Implantaten und jegliche Heilvorgänge im Kieferknochen. Da auch bei anderen zahnchirurgischen Eingriffen, wie z.B. die Zahnentfernungen, die große Gefahr des Absterbens von Knochenabschnitten (Osteonekrose) besteht, sollte auf Eingriffe am Kieferknochen soweit wie möglich verzichtet werden. Nach bisheriger Erfahrung sind intravenös verabreichte Bisphosphonate hierbei besonders problematisch. Auch nach Absetzen der Medikamente ist mit einer extrem langen Nachwirkdauer zu rechnen. Marktübliche Bisphosphonate sind: Actonel (Risedronat), Aredia (Pamidronsäure), Bondronat (Ibandronsäure), Bonefos (Clodronsäure), Clodron, Didronel (Etidronsäure), Fosamax (Alendronsäure), Ostac (Clodronsäure), Skelid (Tiludronsäure), Zometa (Zoledronsäure).

Bleaching, Bleichen (=Aufhellen) der natürlichen Zähne. Professionelles Bleaching wird in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene Produkte, die der Patient zu Hause anwenden kann. Diese Bleaching-Produkte sind zwar billiger, aber meist nicht so wirksam.

Blutdruck, Druck des strömenden Blutes der auf die Wände der Blutgefäße ausgeübt wird. Gemeint ist gewöhnlich der Druck in den Arterien. Dauernd erhöhte Werte nennt man Hypertonie, dauernd erniedrigte Werte Hypotonie.

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt

BMP (Bone Morphogenetic Proteins), Abkürzung von Bone Morphogenetic Proteins (engl.), spezielle Eiweißkörper, die der Körper als örtliche Botenstoffe für Knochenaufbau und Knochenheilung produziert. Einsatzgebiete von BMP´s in der Medizin sind Knochenaufbau bei Defekten und gezielte Beschleunigung von Knochenheilungsvorgänge (Knochenbruchheilung, Implantateinheilung) am Anwendungsort. Verfügbarkeit und Dosierung sind im Augenblick im zahnärztlichen Bereich allerdings noch nicht ganz praxisreif. In Erprobung sind Knochenersatzmaterialien, die mit BMP´s beschickt werden, um so eine schnelle Knochengenerierung im gewünschten Bereich zu erzielen. Auch sind Implantate in der Erprobung, deren Oberfläche mit BMP´s überzogen sind, um eine schnellere Einheilung zu erzielen.

BohrschabloneBohrschablone
ein Hilfsinstrument für das exakte Einbringen von Implantaten in der chirurgisch und/oder prothetisch gewünschten Position. Hochpräzise Bohrschablonen werden heutzutage nach 3D-Vermessung des Kiefers (Computertomografie (CT), NewTom) hergestellt und stellen für das genaue Implantateinbringen eine Alternative zu den Navigationssystemen dar. Wichtig Voraussetzung für den Einsatz der Bohrschablonen ist die sichere, eindeutige Fixation auf dem Kiefer.

Brackets, an Zähnen befestigte Kunststoff- oder Edelstahlelemente zum Anlegen einer Drahtkonstruktion -> feste Zahnspange

BrückeBrücke
Die Brücke stellt eine bewährte Form des festen Zahnersatzes dar. Als Voraussetzung, die entstandenen Lücken durch eine Brücke zu schließen, müssen nachbarseitigen Zähne so bearbeitet (beschliffen) werden, dass sie für die Aufnahme von Kronen geeignet sind. Auch Implantate können mit den entsprechenden Aufbauteilen natürlich als Brückenpfeiler dienen.

BrückeDie Lücke selbst wird dann durch das Brückenglied geschlossen, das in einem Stück mit den Kronen vom Zahntechniker gefertigt wird. Die Kronen werden dann auf die Pfeiler (Zahn oder Implantat) fest eingeklebt. Eine Brücke ist hiernach nicht herausnehmbar und ermöglicht eine feste Kaufunktion. Vom Material her unterscheidet man keramische Verblendbrücken oder sogar vollkeramische (metallfreie) Brücken von rein metallischen (meist Gold) Brücken. Bei der gleichzeitigen Verwendung sowohl von Implantat als auch Zahn als Pfeiler einer Brücke spricht man von einer Hybridbrücke.

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CMD (=Craniomandibuläre Dysfunktion), Der Begriff CMD kommt von "Cranium" (Schädel), "Mandibula" (Unterkiefer) und "Dysfunktion" (Fehlfunktion). CMD bezeichnet die Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, bedingt durch Funktionsstörungen der Zähne, der Kiefergelenke und der Kiefermuskulatur.

Compliance, Einwilligung des Patienten dem zahnärztlichen Rat zu folgen und seine Bereitschaft die Therapie zu unterstützen.

Computer-TomografieComputer-Tomografiedas Röntgenverfahren, das durch rechnerische Aufbereitung der (von einer Röntgenröhre gemessenen) Strahlung die Darstellung in Schnittbildern erlaubt. Neue Geräte schaffen auch dreidimensionale Darstellungen. Die Untersuchung ist sehr genau und erfordert lediglich ein wenig Zeit und Geduld. Das Röntgen des Kopfes erfolgt im Liegen. Langsam wird der Körper mit einem Untersuchungstisch nach vorn bewegt, bis der Kopf in der ringförmigen Röhre liegt. Während der Untersuchung wird der Tisch ganz langsam Schritt für Schritt weiterbewegt. Bei jedem "Stopp" wird ein Querschnitt von wenigen Millimetern aufgenommen. Die Bilder werden im Anschluss ausgewertet. Auf Mehrfachabbildungen sieht man millimetergenaue "Schichtaufnahmen" des Kopfes. In der Implantologie kann hierdurch sowohl die Knochenausdehnung als auch gefährdete Strukturen präzise erfasst werden, was für die Planung sehr hilfreich oder notwendig sein kann. Die Strahlenbelastung ist geringer als bei herkömmlichen Röntgenverfahren.

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Deckprothese, eine partielle Prothese, deren Form und Ausdehnung einer Totalprothese entspricht, die jedoch noch an wenigen Restzähnen befestigt ist.

Defektprothese, Eine Art der Prothese, die neben dem Ersatz von Zähnen auch Defekte im Kiefer- und Gesichtsbereich decken kann.

Dentin, Medizinisches Synonym für Zahnbein

Dentition, Zahnung. Der erste Durchbruch (Milchzähne) ist in der Regel bis zum Ende des 2. Lebensjahres abgeschlossen. Der zweite Durchbruch (bleibendes Gebiss) erfolgt vom 6 - 12. Lebensjahr, mit Ausnahme der Weisheitszähne, die vom 16. Lebensjahr an durchbrechen können.

Desinfektion, Die wirksame Abtötung von Erregern (Keime, Bakterien, Viren, Pilze) übertragbarer Krankheiten.

Diabetes, Blutzuckerkrankheit, Stoffwechselkrankheit, bedingt durch eine Funktionsschwäche der Bauchspeicheldrüse (Insulinmangel). Es kommt zu Blutzuckererhöhung, Zuckerausscheidung im Harn, Durst, große Harnmengen, Gewichtsabnahme trotz gesteigerter Nahrungsaufnahme, Mattigkeit und Kraftlosigkeit, Neigung zu Hautkrankheiten und Juckreiz.

Diagnose, Erkennung, Benennung und Abgrenzung eines Krankheitsbildes gegenüber anderen.

Diskimplantat, Eine Außenseiterrolle bei den Implantaten nehmen die Diskimplantate oder die BOI® (basal osseointegrierte Implantate) ein. Aufgrund Ihrer Formen werden Sie, anders als alle anderen (schraubenförmige) Zahnimplantat-Typen, von der Seite her in den Kieferknochen eingebracht. Da es über diese Implantattypen keine evidenz-basierten Erkenntnisse gibt, ist eine valide Stellungnahme nicht möglich. Die wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland empfehlen diese Implantatformen nicht. In Veröffentlichungen wird angeführt, dass BOI® bzw. Diskimplantate nach Entzündungen besonders große Defekte hinterlassen. Das einteilige Implantat lässt zudem keine flexible Aufbaugestaltung zu und ist somit nicht für alle Indikationen einsetzbar. Es finden sich in Deutschland nur sehr wenige Anwender, so dass im Implantatmarkt Deutschland diese Implantatformen zahlenmäßig praktisch bedeutungslos sind.

Distraktionsosteogenese, Die Übersetzung erklärt schon die Technik: "Knochenneubildung durch Auseinanderziehen", die auf den russischen Mediziner Ilizarov zurückgeht, der seit Ende der 50er Jahren mit dieser Technik in der Beinverlängerung revolutionäre Erfolge erzielte. Hierbei wird bei einem für eine Implantation zu niedrigen Knochen dieser in einen oberen und unteren Anteil geteilt. Eine an diesen Anteilen fixierte Spezialschraube erlaubt das schrittweise Anheben der oberen Knochenspange (ca. 1mm pro Tag), wobei das Potential des Knochens zur Bruchheilung durch Knochenneubildung (Kallus) genutzt wird. Hierfür muss allerdings die Distraktionsvorrichtung im Mund für einige Wochen ertragen werden. Die Belohnung sind ca. 10 mm neu gewonnene Knochenhöhe in 12 Wochen.

DVT- Digitale Volumen Tomographie, Eine Art des Röntgengeräts für die dreidimensionale Darstellung der Strukturen des Kopfes. Ähnlich der Computertomographie jedoch mit geringerer Strahlenbelastung und besserer Darstellungsmöglichkeit in Bezug auf implantologische Fragestellungen. Daten können in Kombination mit Markern und Schablonen für die Operation mit Navigationssystemen genutzt werden.

Dysfunktion, Synonym für Funktionsstörung; siehe auch CMD.

Dysgnathie, Oberbegriff für alle fehlerhaften Entwicklungen des Kauorgans, z.B. Zahnstellungs- und Kieferanomalien.

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Eckzahn, sie stehen als Eckpfeiler des Zahnbogens etwa in Höhe des Mundwinkels.

Edelmetallmenge, Die Menge einer zahntechnischen (Gold-)Legierung, die bei der Herstellung von Zahnersatz, vor allem bei Kronen-Brücken-Konstruktionen aufgewendet wird. Der Preis für hochwertige mundbeständige Legierungen liegt zurzeit zwischen 15 € und 45 € pro Gramm. Pro Krone können 1-5 Gramm anfallen. Der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen liegt zwischen 5,11 € und 6,65 € (Härtefall 10,23 €) pro Zahn.

Einheilung, geschlossene oder offene, Wenn das Zahnfleisch nach dem Einsetzen der Implantate wieder über den Implantaten vernäht wurde, spricht man von einer geschlossenen Einheilung oder auch von einem zweizeitigen Verfahren. Wenn direkt ein Zahnfleischformer in das Implantat eingeschraubt wurde, der sichtbar bleibt, spricht man von offener Einheilung (einzeitiges Verfahren). Bei der geschlossenen Einheilung kann das Implantat von äußeren Einflüssen geschützt in Ruhe einheilen. Bei der offenen Einheilung erspart man sich die Freilegung der Implantate. Nach Abschluss der Einheilphase kann ohne weiteren operativen Eingriff direkt ein Abdruck genommen werden. Beide Verfahren haben bei unkomplizierten Fällen (ohne Knochenaufbau) die gleiche Erfolgsrate. Es kann passieren, dass sich das Zahnfleisch bei der geschlossenen Einheilung über den Implantaten wieder ein wenig öffnet, so dass man die Verschlussschrauben sehen kann. Dieses ist - wenn kein Knochenaufbau gemacht wurde - völlig harmlos. Dieser Bereich sollte allerdings gut mit der Zahnbürste gepflegt werden.

Einheilzeit, Wenn von der Einheilzeit gesprochen wird, dann bezieht sich dies i.d.R. auf das An- und Einwachsen des Zahnimplantates in den Knochen. Dabei ist die Eigenschaft des Titans, aus dem die allermeisten Zahnimplantate gefertigt werden, mit Sauerstoff eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu bilden, die Ursache für sein bioinertes Verhalten und damit seine besonders gute Verträglichkeit. Die biologischen Eigenschaften des Knochens auf diese Verbindung führen dazu, dass er eine direkte kristallographische Verbindung mit dem Titanoxid eingeht. Man nennt dies Osseointegration. Die Einheilzeit kann von 3 Wochen bis zu 12 Monate andauern. Dies ist v.a. von der Knochenstruktur beim Implantationszeitpunkt abhängig.

Einteilige Implantate, Die meisten Implantatsysteme haben die Möglichkeit, durch Schrauben- oder Steckverbindungen verschiedene Implantataufbauten an das Implantat anzukoppeln. Als einteilig werden Implantatsysteme beschrieben, bei denen der für den Zahnersatz notwendige Implantataufbau bereits in die Implantatschraube integriert ist. Nach dem Einbringen schaut dieser Aufbau (Pfosten für Kronen, Kugelkopf zur Fixierung von Prothesen) aus dem Zahnfleisch heraus. Vorteil sind niedrigere Kosten in der Produktion und eine höhere Bruchfestigkeit. Einteilige Implantatsysteme kommen hauptsächlich bei Sofortbelastungskonzepten zum Einsatz. Wenn sichere Einheilung und Flexibilität bei der Zahnersatzfertigung gefordert ist, sind einteilige Implantatsysteme gegenüber 2-teiligen Systemen klar im Nachteil.

Ekzem, oberflächliche Hautveränderungen, Erkrankungen der Epidermis

Embolie, Ist eine Verstopfung eines Blutgefäßes durch mit dem Blutstrom transportierte Partikel.

Enossales Implantat, Ein Implantat, das in den Kieferknochen eingebracht wird, innerhalb dessen einheilt und dort verbleibt.

Extensionsbrücke, Freiendbrücke. Eine Brücke, die nur auf einer Seite auf den Zähnen oder Implantaten befestigt wird.

Extensionsimplantat, Ein (heute nicht mehr üblicherweise gebräuchliches) Implantat, das nicht die Form einer Schraube, eines Stiftes oder Zylinders, sondern eine nicht rotationssymmetrische Ausdehnung hat.

Extraktion, das Entfernen von Zähnen und Zahnwurzeln.

Extraorales Implantat, Ein enossales Implantat, das außerhalb des Mundes zur Verankerung von Epithesen dient. Epithese: individuell modelliertes Ersatzstück aus Kunststoff zur Deckung von Oberflächendefekten insbesondere im Gesicht; besteht meist aus einer starren und einer weichbleibenden Schicht.

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Festzuschuss, Beim Zahnersatz gilt ab dem 1. Januar 2005 für Gesetzliche Versicherte ein neues Zuschuss-System: Es wird nun für einen entsprechenden Befund - z.B. eine Zahnlücke über zwei Zähne - ein fester Zuschuss gewährt. Dabei spielt es keine Rolle mehr, wie nun diese Lücke versorgt wird: Ob mit einer festen Brücke oder durch zwei Implantate, stets wird von der Kasse das Gleiche - ein sog. befundorientierter Festzuschuss - bezahlt, der eine Grundversorgung abdeckt. Dabei sind alle vorhandenen und versorgten Zähen mit einzubeziehen. Der Anspruch des Versicherten hat sich von der ehemaligen Sachleistung in eine Geldleistung geändert. Der Vorteil dieser Regelung ist, dass der Patient selbst entscheiden kann, welche Möglichkeit er bei mehreren Versorgungsformen in Anspruch nimmt. Trotz Änderung der Begriffe bleibt das eigene Bonusheft erhalten. Bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen gibt es 20% oder 30% zusätzliches Regelleistungsgeld von den Krankenkassen zu dem Zahnersatz dazu. Bei Härtefällen sogar 100%.

Flapless Implant Surgery, Bei großem Knochenangebot in Bereich des zu setzenden Implantates wird die Schleimhaut nur punktförmig eröffnet und die Implantation in den Knochen wird ohne Sicht auf den Knochen erfolgt. Das Einbringen der Implantate erfolgt bei der Flapless Implant Surgery durch die Schleimhaut, ohne dass der darunterliegende Knochen freigelegt wird. Diese Technik erfordert neben viel Sicherheit und Routine vom Behandler auch eine exakte Vorplanung und Diagnostik mittels eines Röntgen-Computer-Tomographie, um die regionalen Verhältnisse genau zu kennen. Ebenfalls wird hierbei i. d. R. mit einer Bohr- und Führungsschablone gearbeitet, die zuvor im Computer mittels spezieller Programme nach Lage der zu setzenden Implantate und des Knochens hergestellt worden ist.

Fraktur, Knochenbruch.

Freiendbrücke, Festsitzender Zahnersatz mit einem frei endendem Brückenglied. Diese Variante wird gewählt, wenn der zu ersetzende Zahn keinen weiteren Nachbarzahn mehr hat.

Freilegung, Wenn bei der Implantation das Zahnfleisch über dem Implantat dicht vernäht wurde, spricht man von einer gedeckten Einheilung oder von einem zweizeitigen Verfahren, da das Implantat erst durch einen 2. Eingriff, die Freilegung, zugänglich gemacht wird. Der Eingriff ist meist klein. Das Zahnfleisch direkt über dem Implantat wird betäubt und mit Hilfe eines kleinen Schnitts, einer speziellen Stanze oder eines Lasers eröffnet. In der Regel wird dann ein sogenannter Zahnfleischformer eingebracht, damit die eröffnete Stelle in der gewünschten Form für die spätere Krone bzw. den Zahnersatz abheilen kann. Schmerzen können sich manchmal durch den Druck des Zahnfleischformers entwickeln. Eine Antibiotikatherapie ist grundsätzlich nicht notwendig. Die Abdrucknahme erfolgt dann häufig nach 1-2 Wochen. Bei sehr günstigen Voraussetzungen kann Sie auch am Tag der Freilegung erfolgen. Anschließend kann das Implantat prothetisch mit der Krone oder Brücke versorgt bzw. die Prothese befestigt werden.

Freilegung von Implantaten, siehe: Freilegung

Frontzahn, Alle Schneide- und Eckzähne des Ober- und Unterkiefers im frontalen Gesichtsbereich.

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GeschiebeGeschiebe
Aufwendiges Verbindungselement z.B. zur Befestigung einer Teilprothese an einer Krone. Siehe auch: Teleskopprothese

GesichtsbogenGesichtsbogen
Mit einem Gesichtsbogen ermittelt man die Position des Kiefergelenks um eine präzisere Übertragung von Modellen nach Abdrucknahme in einen Artikulator zu erreichen. Es handelt sich um eine Art Gestell, das auf Oberkieferzähne und meist Nasenrücken und Gehörgang fixiert wird. Mittlerweile finden auch elektronische Abtast- bzw. Registrierungsverfahren Verwendung.

Gingiva, oder auch Zahnfleisch. Es bedeckt den Kieferknochen und umschließt den empfindlichen Zahnhals.

Gingivitis, Zahnfleischentzündung. Auslöser ist in der Regel eine vernachlässigte Zahn- und Mundpflege, sowie Erkältungskrankheiten, bei denen es zur Schwellung, Rötung und Blutung des Zahnfleisches kommen kann.

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Haftmittel, Mittel in Pulver- oder Pastenform, die die Prothesenhaftung am Kiefer verbessern sollen.

Herpes, Bläschenflechte, gutartige Haut-, Halbschleimhautentzündung.

HybridbrückeHybridbrücke
Wenn sowohl Zahn als auch Implantat als Pfeiler einer fest eingeklebten Brücke dienen, spricht man von einer Hybridbrücke oder Verbundbrücke. Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es als gesichert anzusehen, dass eine solche Verbundbrücke als korrekte Versorgungsform anzusehen ist. Im Gegensatz zu früheren Annahmen konnte nachgewiesen werden, dass sich die Prognose einer solchen Brücke nicht von der einer rein implantatgetragenen Brücke unterscheidet. Die gleichzeitige Nutzung von Implantaten und Zähnen zum Fixieren eines herausnehmbaren Zahnersatzes bezeichnet man als Hybridprothese. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Hybridprothese, Unter einer Hybridprothese versteht man die kombinierte Verwendung von Implantaten und Zähnen als Pfeiler zur Abstützung eines herausnehmbaren Zahnersatzes. Als Beispiele kann man Teleskopprothesen mit Zähnen und Implantaten als Teleskopfeilern oder Kombination aus Teleskopen und Kugelkopfankern auf Implantaten nennen. Auch sind Stegverbindungen zwischen Zahn und Implantat denkbar. Bei festen Brücken, die sich auf Implantate und Zähne stützen, spricht man von einer Hybridbrücke.

Hydroxylapatit, Im körpereigenen Zahnschmelz und Knochen vorkommende anorganische Substanz, die von einigen Herstellern als Beschichtung von Implantatoberflächen eingesetzt wird, um eine schneller Einheilung zu erzielen. Aus dem Rinderknochen oder aus Korallen gewonnenes Hydroxylapatit wird auch als Knochenersatzmaterialien zum Knochenaufbau eingesetzt.

Hygiene, Gesundheitslehre. Die persönliche Hygiene erstreckt sich vor allem auf die Körperpflege. Prophylaxe und Vorbeugung sind ein wesentlicher Teil der Hygien

Hyperdontie, Überzahl bzw. Vermehrung von Zähnen oder zahnähnlichen Gebilde. Es kann alle Zahngruppe betreffen.

Hypertonie, erhöhter Blutdruck.

Hypnose, Es ist ein schlafähnlicher Zustand mit eingeengter Bewusstseinstätigkeit. Sie wird auf suggestivem Wege herbeigeführt.

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Implantat (Basal osseointegrierte Implantate)Implantat (Basal osseointegrierte Implantate)
Implantate bestehen aus Titan, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird. Implantate werden in die Zahnlücke gesetzt und bilden eine stabile Basis für die neuen Zähne. Sie funktionieren wie natürliche Zahnwurzeln. Die heute gebräuchlichen und modernen Implantate haben eine schraubenförmige und oder zylindrische oder konisch zulaufende Form und werden von der Kauflächenseite in den Kieferknochen eingebracht. Siehe auch: Diskimplant.

ImplantataufbautenImplantataufbauten
Teile der Suprakonstruktion, die vom Implantathersteller für die Verbindung zwischen Implantatkörper (im Knochen eingewachsen) und Zahnersatz gefertigt werden. Hierzu zählen vor allem gerade oder abgewinkelte Massivkörper zur Zementierung von Kronen, Schraubverbindungen für Stegverbindungen oder schraubenfixierte Kronen sowie Kugel- oder Magnetaufbauten zur Fixierung von Prothesen.

Implantatbelastung, Krafteinwirkung auf ein Implantat.

Implantatbettpräparation, Aufbereitung des knöchernen Lagers eines Implantats im Alveolarfortsatz.

Implantateinbringung, Implantatinsertion.

Implantateinheilung, Einheilzeit, Zeitraum in der der Kieferknochen mit dem Implantat verwächst.

Implantateinheilzeit, Siehe: Einheilzeit, siehe: Implantateinheilung.

Implantatentfernung, Explantation. Sie kann bei einer permanenten therapieresistenten Entzündung am oder um das Implantat (Periimplantitis), bei Lockerung, bei chronischen Nervschmerzen (z.B. Neuritis des N. mandibularis inferior) erforderlich werden.

Implantatform, Die äußere Form eines Implantates, es haben sich die schraubenförmigen Implantate gegenüber den blattförmigen durchgesetzt.

Implantatfraktur, Ein mechanischer Defekt am Implantatkörper, der meist zur Implantatentfernung führt. Er wird heute allerdings sehr selten beobachtet.

Implantatfreilegung, Nach der Einheilzeit wird bei einer zweizeitigen Implantation der Implantatkopf von der bedeckten Schleimhaut befreit und freigelegt (Freilegungsoperation). Anschließend kann das Implantat prothetisch versorgt werden, d.h. der neue Zahn befestigt werden.

Implantatinsertion, Es ist ein kieferchirurgischer Eingriff. Vorgang des Einsetzens eines Implantates.

Implantation, Einbringen eines Implantats in den Körper bzw. Kieferknochen.

Implantatkavität, Die Implantatkavität (=Bohrloch) wird mit speziellen Bohrern aufsteigend aufbereitet. Dazu werden in Abhängigkeit mit dem zu verwendeten Implantat die entsprechenden Bohrerdurchmesser gewählt. Anschließend wird in den Kieferknochen das Implantat eingebracht. Die konfektionierten und vom Implantatsystem abhängigen Bohrer, sind notwendig, um eine möglichst exakte Passgenauigkeit zwischen Implantat und Kavität zu erreichen.

Implantatknochenverbund, Histologische Verankerung des Implantates im Knochen.

Implantatlockerung, Durch Knochenabbau in der Umgebung des Implantates bilden sich horizontale, vertikale und zirkuläre Knochentaschen, meist infolge mangelhafter hygienischer Reinigung durch den Patienten, aber auch durch Fehl- und Überbelastungen der Suprakonstruktion beim Kauvorgang, selten auch durch technische Konstruktionsfehler.

Implantatoberflächen, Die Außenfläche des Implantatkörpers, die in direkten Kontakt mit dem Körpergewebe tritt und damit Einfluss auf Einheilung, Stabilität und Haltbarkeit hat. Man unterscheidet relativ glatte Titanoberflächen (z.B. maschinenpoliert), angerauhte Oberflächen durch Abtrag (Ätzung und/oder Abstrahlung)=mikrorauh, stark angerauhte Oberflächen durch zusätzlichen Auftrag von Titan (Plasma-Flame-Verfahren, TPS) oder Beschichtung mit anderen Substanzen (Hydroxylapatit). Jede dieser Oberflächen hat charakteristische Eigenschaften, die den Einsatz sinnvoll machen. Zurzeit geht man davon aus, dass eine geringe Anrauhung (mikrorauh) z.B. durch Abstrahlen mit feinkörnigen Partikeln, die ideale Implantatoberflächenbeschaffenheit für Titan darstellt.

Implantologe, Ein Implantologe ist ein spezialisierter Zahnarzt, Oral- oder Kieferchirurg, der auf das Setzen von Zahnimplantaten spezialisiert ist. Im Jahre 2006 implantierten ca. 5000-7000 Zahnärzte (ca. 10-12% der ca. 60000 bundesdeutschen Zahnärzte) mehr oder weniger regelmäßig. Diese Zahl ist nur geschätzt. Eine große Zahl arbeitet interdisziplinär eng mit einem implantierenden Kollegen zusammen, der bei den betroffenen Patienten die Implantate setzt. Dies hat für den Patienten eine Zweiteilung der implantologischen Behandlung zur Folge. Seit kurzem gibt es universitäre Graduierungen, die mit dem europaweit anerkannten Titel Master abschließen. Diese vom Wissenschaftsrat anerkannte Qualifikation ist für den Bereich der oralen Implantologie in Deutschland u.a. durch die DGI zum Master of Science in Oral Implantologie möglich.

Implantologie, Lehre von der Implantation.

Indikation, Heilanzeige, der Verlauf der Krankheit zeigt den weiteren Behandlungsablauf an.

Inlay, hochwertige Füllung aus Gold oder Keramik zum Füllen von Seitenzähnen. Im Gegensatz zu plastischen Füllungsmaterialien, wie z. B. Kunststoff oder Amalgam, die sofort nach dem Ausbohren des Zahnes eingebracht werden können, werden Inlays in der Regel im zahntechnischen Labor angefertigt und in einer zweiten Sitzung eingeklebt. Der Zahn wird zwischenzeitlich mit einem Provisorium versorgt.

Interdentalraum, Der Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen der gleichen Zahnreihe.

Interimsimplantate (Intermediate-Implantate, Übergangsimplantate), Es handelt sich hierbei um kleine Implantate, die eingebracht werden, um provisorischen Zahnersatz (während der Einheilphase der Hauptimplantate und bis zur Fertigstellung des endgültigen Zahnersatzes) sicher und komfortabel zu verankern. Interimsimplantate haben einen geringen Durchmesser, sind leicht einzubringen und zu entfernen und können sowohl festen (Brücken, Einzelkronen) als auch herausnehmbaren Zahnersatz übergangsweise befestigen.

ITN = Intubationsnarkose, Die Durchführung eines Eingriffs (Operation...) in ITN bedeutet, dass eine Intubation, d.h. das Einführen eines Schlauches in die Luftröhre (Trachea) erfolgt. Gegenüber anderen, lokalen Narkoseformen (spinale Rückenmarksanästhesie, Plexusblockade, lokale Anästhesie) wird die ITN i. d. R. bei Operationen eingesetzt, die einer begrenzten Anästhesie nicht zugänglich sind, oder bei lang andauernden, ggf. belastenden Operationen. Gegenüber der Maskenbebeutelung hat die ITN den Vorteil, dass eine Aspiration verhindert wird, der Nachteil ist das erhöhte Verletzungsrisiko. Eine Intubationsnarkose darf nur ein ausgewiesener Facharzt für Anästhesie durchführen. Dies kann auch in einer zahnärztlichen Praxis geschehen.

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Karies, Zerstörung der Zahnhartsubstanzen, Zahnfäule = Zerstörung von Zahnschmelz unter Mitwirkung von Bakterien, die im Zahnbelag zu finden sind. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige, sorgfältige Mundhygiene dienen der Vorbeugung von Karies.

Katarrh, Ein Katarrh bzw. Katarr - (auch katarrhalische Entzündung, aus dem griechischen = herunterfließen) - ist eine Entzündung der Schleimhäute, häufig der Atmungsorgane, die mit einer vermehrten Absonderung wässrigen oder schleimigen Sekretes verbunden ist. Umgangssprachlich ist ein Katarrh (einen Katarrh haben) zudem eine andere Bezeichnung für eine Erkältung als eine Entzündung der oberen Atemwege.

Kaufunktion, Sie dient der Nahrungszerkleinerung und Einspeichelung des Nahrungsbolus. Die Nahrung wird mit den Schneide- und Eckzähnen abgebissen und mit den Backenzähnen zerkleinert. Die Kaumuskulatur ermöglicht die Kaubewegung des Unterkiefers. Tausende von Schleimdrüsen in der Mundschleimhaut und die Speicheldrüsen sorgen für die Einspeichelung der Nahrung. Die Zunge bildet einen Reibeapparat für die erste Nahrungszerkleinerung. Die Verdauung beginnt in der Mundhöhle. Daher ist es sehr wichtig, dass das Gebiss aus geschlossenen Zahnreihen besteht.

Keramik, richtiger: keramische Massen, Hierbei handelt es sich meist um nichtmetallische anorganische Werkstoffe die auf Grund ihrer ausgezeichneten Eigenschaften (z.B. Gewebefreundlichkeit, natürliches Aussehen, hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit) in der Zahnheilkunde als Grundlage für künstliche Zähne, zahnfarbene Zahnersatzarbeiten, Füllungen und Implantate dienen. Die Keramik ist hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Die Lichtstrahlen, die in die Zahnoberfläche eintreten, werden durch die Lichtbrechung der Keramikschichten in das angrenzende Zahnfleisch weitergeleitet. Dadurch erhält das Zahnfleisch wie bei den natürlichen Zähnen eine vitale, frisch-rosa Farbe - es sieht gesund aus. Keramiken werden als "Bio-inert" bezeichnet. Dabei leitet sich die gute Verträglichkeit aus folgenden Eigenschaften ab:

  • unbedenkliche Inhaltsstoffe, wie Oxide von Silizium, Aluminium, Natrium, Kalium
  • sehr geringe Löslichkeit, hohe Stabilität im aggressiven Mundhöhlenmilieu
  • geringe Tendenz zur Plaqueanlagerung
  • keine Interaktionen mit anderen Werkstoffen in der Mundhöhle
  • keine chemische Zersetzung unter Bildung von giftigen Abbauprodukten


Keramikimplantate (Zirkoniumimplantate)Keramikimplantate (Zirkoniumimplantate)Nachdem Keramikimplantate seit Ende der 80er Jahre wegen ungünstiger Materialeigenschaften nicht mehr zum Einsatz kamen, sind Nachfolger wieder auf dem Dentalmarkt zu finden. Diese Keramik-Implantate bestehen aus hochfester Zirkoniumoxid-Keramik, welche extrem bruchstabil ist. Das Zirkon-Zahnimplantat ist nach bisheriger Erfahrung biologisch verträglich. Es hat den Vorteil weiß zu sein, was bei ästhetischen Versorgungen von Vorteil sein kann. Es gilt als metallfrei, was immer häufiger von Patienten gewünscht wird. Dabei ist erwähnenswert, dass Zirkonium, als Bestandteil dieser Keramik, chemisch-werkstoffkundlich gesehen, zu den Metallen gezählt wird und somit nicht vollständig metallfrei ist.
Als nachteilig gelten deutlich höhere Kosten und eine noch geringe wissenschaftliche Dokumentation/Erfahrung. Ob die Einheilquote und die Langlebigkeit ähnlich gut wie bei Titan-Zahnimplantaten ist, muss noch überprüft werden. Auch ist die optimale Oberflächenbeschaffenheit für diesen Implantattyp (wichtig für die Einheilung) noch nicht geklärt. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass der Aufbau bei den nur einteilig zu bekommenden Zirkonimplantaten zurzeit noch nicht flexibel gewählt werden kann. Das Problem der Schraubverbindungen in der Keramik ist noch nicht gelöst. Hierdurch gibt es Einschränkungen in der Anwendbarkeit, und es entsteht die Notwendigkeit die Implantate mit Schienen einige Monate vor zu früher Belastung zu schützen. Eine Sofortbelastung ist bei Keramikimplantaten nicht möglich.
Fazit: Dieser sehr interessante Werkstoff eröffnet neue Möglichkeiten für ästhetischen und biokompatiblen Zahnersatz. Bezüglich Sicherheit und Schnelligkeit bei der Einheilung sowie Einfachheit in der Anwendung können sich Keramikimplantate allerdings noch nicht mit modernen Titanimplantaten messen.

Kiefergelenkerkrankungen - Kiefergelenkbeschwerden, Es ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Dysfunktionen des Kiefergelenks. Es wird unterschieden in:
  • primäre Kiefergelenkerkrankungen: wie eine Arthritis durch Infektion aus dem bakteriellen bzw. rheumatischen Formenkreis oder Befall durch Tumore im Gelenkbereich, Verletzungen, Entwicklungsstörungen;
  • sekundäre Kiefergelenkerkrankungen: auf Grund von Funktionsstörungen bzw. Fehlstellungen;
Beide Formen können bei Nichtbehandlung zu einer dauerhaften Schädigung des Gelenks (Arthrose, Ankylose) führen Bei beiden ist neben Schmerzen unter Funktion auch eine Einschränkung der Mundöffnung zu verzeichnen. Siehe auch: CMD.

Kieferhöhle (Sinus maxillaris), Großer Luftraum innerhalb Oberkieferknochens zwischen den Wurzeln der Oberkieferseitenzähne und Jochbein/Orbitaboden gelegen. Bei Zahnlosigkeit und Abbau des Restknochens kann sich die Kieferhöhle direkt unter dem Zahnfleisch befinden.

Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris), Entzündung der Kieferhöhle durch Bakterien oder Viren, die mit einer Sekretbildung einhergeht. Symptome einer akuten Entzündung: Druckgefühl, Kopf-Oberkieferschmerzen, Zahnschmerzen der Oberkieferseitenzähne, Schwellung in der Wangenregion, Sekretabfluss über die Nase. Die chronische Entzündung kann ohne wesentliche Symptome verlaufen. Gefährdung der Implantatbehandlung im Oberkieferseitenzahnbereich insbesondere bei einem Sinuslift.

Kieferknochen, Ober- und Unterkiefer, Ober- und Unterkiefer sind Knochen des Gesichtsschädels, die die Zähne tragen. Der Unterkiefer ist der einzige bewegliche Knochen des Gesichtsschädels.

Knirschen, unbewusste, mahlende Bewegung des Ober- und Unterkiefers gegeneinander. Tritt besonders nachts auf und kann zu schwerer Schädigung der Zähne, sowie des Kiefergelenkes führen.

Knochenabbau, durch fehlende Zähne wird der Kieferknochen nicht mehr belastet. Die Folge: er bildet sich zurück. Es fehlt Knochensubstanz um anschließend Implantaten genügend Halt zu geben. Bei Patienten mit zu geringem Knochenvolumen, wird die Knochensubstanz durch Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial wieder neu aufgebaut.

Knochenaufbau, Wenn nicht genügend Knochen für die sichere Verankerung eines genügend großen bzw. langen Implantats zur Verfügung steht, muss zusätzlicher Knochen angelagert werden. Bei geringen Mengen kann dieser während der Operation gewonnen werden (Knochenmehl, das beim Bohrvorgang in speziellen Filtern aufgefangen wird). Bei größerem Knochenbedarf kann aus knochenreichen Regionen des Unterkiefers Knochen entnommen werden, oder sogar die Entnahme eines Knochenspans aus dem Beckenknochen notwendig werden. Diese Zweiteingriffe sind in der Regel gefahrlos, können aber durchaus mit postoperativen Schmerzen und Schwellungen einhergehen. Andere Verfahren der Knochengewinnung werden in Zukunft (BMP; PRP) wahrscheinlich möglich sein. Der gewonnene Knochen wird dann an der gewünschten Stelle (Kieferhöhlenboden beim Sinuslift, Knochenwanddefekte um das Implantat) eingebracht und mit einer Art Folie (Membran) so geschützt, dass ein ungestörte Einheilung des Knochens erfolgen kann. Mittlerweile werden hierfür meist Membranen verwendet, die vom Körper vollständig abgebaut werden. Eine Entfernung ist dann nicht mehr notwendig. Bei nicht ausreichender Knochenhöhe kann auch das Verfahren der Distraktionsosteogenese angewendet werden. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Knochenaufbaumaterial, siehe auch: Knochenersatzmaterialien. Hierbei wird das in oder auf den ortständigen Knochen eingebrachte Material selbst zum Aufbau des neuen Knochens gebraucht.

Knochenblock, Für den Knochenaufbau eines deutlich zu schmalen oder zu niedrigen Kieferabschnitts kann ein größeres Knochenstück von anderer Stelle entnommen und dann mit Hilfe von kleinen Schrauben am Zielort fixiert werden. Ein solcher Knochenblock (oder Knochenspan) muss in der Regel erst einige Monate einheilen, bevor er durch Implantate sicher belastet werden kann. Für kleinere Knochenblöcke eignet sich der aufsteigende Unterkieferast als Entnahmestelle. Bei größeren Aufbaumaßnahmen wird eine Knochenentnahme aus dem Beckenkamm notwendig. Diese Zweiteingriffe sind in der Regel gefahrlos, können aber durchaus mit postoperativen Schmerzen und Schwellungen einhergehen. Auch hier ist es üblich den Knochen mit einer Membran für die Einheilphase zu schützen.

KnochenersatzmaterialienKnochenersatzmaterialienDer menschliche Knochen kann sich bis zu einem gewissen Punkt selbst regenerieren, d. h. Knochenmasse nach bilden. Mit Knochenersatzmaterialien wird dieser Prozess unterstützt, indem ein Knochendefekt/ Hohlraum (hervorgerufen durch Trauma, Krankheit oder chirurgischem Eingriff) aufgefüllt wird. Das Knochenersatzmaterial liegt meist in Form kleiner Kügelchen (Granulat) vor. Man unterscheidet zwischen: Eigenknochen, der an anderer Stelle des eigenen Körpers (zum Beispiel Mundhöhle oder Beckenkamm)des Patienten entnommen wird. Biologische Herkunft: Knochenersatzmaterial - Knochen, der zum Beispiel Kühen oder Schweinen entnommen und gereinigt, aufgearbeitet und sterilisiert wird. Synthetische Herkunft: Knochenersatzmaterial, das künstlich hergestellt wird. Z.B. Cerasorb® der Fa. CURASAN AG.

Knochenregeneration, Knochenneubildung. Erst bindegewebig weich, später durch Kalksalzeinlagerung und Knochenneubildung hart. Ein örtlicher Bluterguss fördert die Gewebsneubildung.

Knochenschwund bei ProthesenträgernKnochenschwund bei ProthesenträgernDer Abbau des Kieferknochens durch die sog. Inaktivitätsatrophie, so wie bei der Muskulatur, die bei Nichtgebrauch ebenfalls schwindet, ist ein stetig fortschreitender Prozess, der durch schlecht oder ungenügend sitzende Prothesen zudem noch verstärkt wird. Durch den Einsatz von Implantaten bleibt der Knochen "aktiv" und schwindet nicht!
Knochenschwund bei ProthesenträgernBei zahnlosen Kiefern werden die Ober- und Unterkiefer-Prothesen nur auf die Schleimhaut aufgelegt. Die Mundschleimhäute sind eindrückbar und zum Teil beweglich. Die Prothesen bleiben beim Kauen nicht ruhig auf ihrer Unterlage liegen. Sie schwimmen im Mund herum und werden, wenn überhaupt, nur durch Zunge und Wange im Mund gehalten.
Knochenschwund bei ProthesenträgernDer darunter liegende Kieferknochen wird durch die Prothesen im Mund unnatürlich belastet. Aufgrund dieser "Walkarbeit" baut er sich mit der Zeit ab. Er verliert immer schneller an Höhe! Wegen des ständigen Knochenabbaues müssen die Prothesen dann immer wieder "unterfüttert" werden, um sie halbwegs wieder neu anzupassen!
Die Implantate verhindern somit die "Walkarbeit" am Knochen durch die Stabilisation der Prothese. Sie halten den Knochen aktiv. Ähnlich wie eigene Zähne: Ein weiterer Knochen-Abbau wird vermieden!

Knochenspreizung, Bei zu schmalem Kiefer ist es möglich, den Knochen durch Knochenspreizung für eine Implantateinbringung vorzubereiten. Bei einer bewährten Technik wird der schmale Knochen mit Hilfe spezieller Meißel in ein lippenseitiges und ein zungenseitiges Blatt gespalten, dann die Implantate in den entstandenen Spalt eingebracht, und die restlichen Hohlräume mit Knochen- oder Knochenersatzpartikeln gefüllt. Ein anderes Verfahren nutzt spreizende, nicht abtragende Bohrer in aufsteigender Größe, um Raum für die Implantate auch im schmalen Knochen zu schaffen.

Konventionelles Implantieren, Im Gegenteil zu der Flapless Implant Surgery erfolgt beim Konventionellen Implantieren die aufsteigend Aufbereitung der Implantatkavität (=Bohrloch) durch direkte Sicht auf den Lagerknochen des Implantates. Der Knochen wird dazu freigelegt. Zudem ist es möglich, gleichzeitig mit dem implantologischen Eingriff Knochenaufbauten und Korrekturen vorzunehmen. Dies ist nach langer Zahnabstinenz oder knochenzehrenden zahn-lokalen Vorerkrankungen in fast 80% der Fälle notwendig.

Kronen, Die natürliche Zahnkrone ragt aus dem Zahnfleisch frei in die Mundhöhle und besteht aus Zahnschmelz. Ist die natürliche Zahnkrone stark zerstört, wird sie durch eine künstliche ersetzt.

Kronen und Brücken, Die Krone im eigentlichen Sinne ist der sichtbare Anteil eines Zahns, wobei man unter "Krone" jedoch meist die vom Zahntechniker gefertigte "künstliche" Krone versteht. Diese kann als sogenannte Einzelkrone auf einen Zahnstumpf (oder ein Implantat) festgesetzt werden und die ursprüngliche Zahnform und Funktion wiederherstellen. Sie kann aber auch über ein Brückenglied mit weiteren Kronen verbunden sein und so als Brücke eine Lücken zwischen Zähne schließen. Als Doppelkronen (Teleskopkronen) und Geschiebekronen dienen sie auch der klammerlosen Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz. Siehe auch: Alternativen.

Kunststofffüllung, Füllungsmaterial aus Kunststoff für Front- und Seitenzähne. Im Seitenzahnbereich kommen Materialien zum Einsatz, die durch Zusätze wie z. B. Quarz- oder Keramikpartikel mechanisch belastbarer gemacht wurden. Derartige Füllungen können ähnliche Haltbarkeiten erreichen wie Amalgam und werden deshalb häufig als Amalgamalternativen verwendet.

Kürettage, Ausschaben, bzw. auskratzen mit einem scharfen "Löffel" - der Kürette. Mit diesem scharfen Instrument werden fest anhaftende Ablagerungen, sowie erkranktes Gewebe zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch entfernt. Dient zur Erhaltung des Zahnhalteapparates und somit den Zähnen.

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Lachlinie, Der individuelle Verlauf des Oberlippenrandes beim Lachen.

Laserbehandlung, Der Laser wird in der Zahnmedizin vor allem bei der Zahnfleischbehandlung eingesetzt. Erkrankungen des Zahnfleisches kommen bei vielen Patienten vor und führen häufiger zu Zahnverlust als Karies. Konventionelle Therapiemaßnahmen sind aber oft für Patienten recht beschwerlich und mit Schmerzen verbunden.

Lokalanästhesie, Ausschaltung des Schmerzempfindens an der zu behandelnden Stelle. Der Patient behält das Bewusstsein.

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Marginaler Knochenschwund, periimplantärer Knochenschwund als unerwünschte Begleiterscheinung (Nebenwirkung) der Implantation.

Master, Der Master als akademischer Grad kann von Universitäten und gleichgestellten Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen und Fachhochschulen verliehen werden. Die bisher verliehenen traditionellen, einstufigen Abschlüsse gelten als äquivalent zum Master. Der Master verleiht dieselben Berechtigungen wie die bisherigen Diplom- und Magisterabschlüsse der Universitäten. Nach den Vorgaben der Länder ist bei einem Masterstudiengang ein hohes fachliches und wissenschaftliches Niveau zu gewährleisten, das mindestens dem der eingeführten Diplomabschlüsse entsprechen muss. Der Masterabschluss ist ein wissenschaftliches Studium, das zur wissenschaftlichen Arbeit und Methodik befähigt, theoretisch-analytische Fähigkeiten vermittelt und die Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzt, sich offen und kreativ auf neue Bedingungen einzustellen. Der Masterabschluss ist berufsqualifizierend und berechtigt zur Promotion. Zur Abschlussprüfung gehört in jedem Fall das Verfassen einer schriftlichen Abschlussarbeit, mit der die Fähigkeit nachgewiesen wird, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem jeweiligen Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten Die Einführung des Masters in Deutschland erfolgt im Rahmen des Bologna-Prozesses und soll im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Eine von nur sieben verschiedene Abschlussbezeichnung ist der Master of Science (M.Sc.).

Master of Science (M.Sc.), Der Master of Science ist üblich in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und der Medizin. Je nach inhaltlicher Ausrichtung des Studiengangs kann der Master of Science auch in Wirtschaftswissenschaften oder Ingenieurswissenschaften verliehen werden.

Membran, Etwa briefmarkengroße, sehr dünne biokompatible Folie, die in der Implantologie als Barriere zwischen Knochen und Weichgewebe eingesetzt wird, um nach Knochenanlagerung diesen ungestört einheilen lassen zu können. Man unterscheidet resorbierbare Membranen, die vom Körper abgebaut werden und nicht entfernt werden müssen, sowie nicht resorbierbare Membranen. In der Mundhöhle wird die Feuchtigkeit ("Schleimigkeit") der Mundschleimhaut durch Sekretion der in ihr eingelagerten kleinsten Speicheldrüsen oder durch die großen Speicheldrüsen erreicht.

Milchzähne, Sie bilden bis zum 12-14. Lebensjahr die Bezahnung des Kleinkindes.

Molar, Backenzähne, Mahlzähne. Ihre breite, mehrhöckerige Kaufläche eignet sich besonders zum Zermahlen der Nahrung.

Molarenbereich, Bereich der Mahlzähne (Molaren); dagegen sind die Prämolaren die beiden Zähne zwischen Eckzahn und den Molaren.

Monitoring, Monitoring ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses - hier z.B. bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen - mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. Die Funktion des Monitorings besteht darin, bei einem beobachteten Ablauf steuernd einzugreifen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt bzw. bestimmte Schwellwerte unter- bzw. überschritten sind. Monitoring ist deshalb ein Sondertyp des Protokollierens. Anästhesisten werden gelegentlich bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen zum Monitoring dazugezogen, um bei ggf. organischen oder körperlichen Unvorhersehbarkeiten während eines solchen Eingriffes schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.

Mukosa, Mucosa, Schleimhaut, engl.: mucosa; Schleimabsondernde innere Auskleidung von Hohlorganen mit einer der jeweiligen Funktion angepassten Deckschicht. Die Deckschicht (Epithel) der M. ist unverhornt. Das sich häufig unter der M. befindliche lockere Bindegewebe (Mundschleimhaut) wird als Submukosa bezeichnet.

Mundbatterie, Der Begriff bezeichnet den "Batterieeffekt", der zustande kommt, wenn unterschiedliche Metalle in der Mundhöhle in Berührung kommen (z. B. Amalgam und Gold). Der sehr gut leitende Speichel ermöglicht einen minimalen Stromfluss, der unedlere Metalle (z. B. Quecksilber aus Amalgam) im Mund freisetzen kann.

Mundbodenplastik, Die Technik dient zur Verbesserung für den Halt einer totalen Unterkiefer-Prothese durch Tieferlagerung des Mundbodens.

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Narkose, Schlaf bzw. Betäubung; Je nach Schwere des Eingriffs und Schmerzempfinden des Patienten stehen unterschiedliche Narkoseverfahren zur Auswahl. Lokale Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose sind möglich. Das Ziel ist eine stressfreie Behandlung und kaum spürbare Eingriffe bzw ein Eingriff, den der Patient nicht mitbekommt.

Navigationssysteme, Computergestützte Operationshilfen, die Daten der CT- oder DVT Röntgendiagnostik nutzen, um ein dreidimensionales, navigierbares Bild aller Strukturen des Patienten am Monitor zu erzeugen. Nach Einsetzen von Markern (z.B. Schablonen) am Patienten senden Sensoren auf dem Bohrer des Chirurgen Daten an das Navigationssystem, so dass der Chirurg alle Bewegungen am Monitor (mit dem Bild des Patienten) kontrollieren kann. Er kann erkennen, wo das Knochenangebot gut ist, und welchen Bohrwinkel er wählen muss, um z.B. den Unterkiefernervast nicht zu verletzen oder die gewünschte Implantatposition exakt zu erreichen. Ersetzt wird der erfahrene Chirurg durch dieses System nicht! Für die allermeisten implantologischen Eingriffe dürften Aufwand und Nutzen allerdings in keinem vernünftigen wirtschaftlichen und medizinischen Verhältnis stehen.

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Okklusion, Verschluss; Kontakt der Zähne des Ober- und Unterkiefers.

OP-Mikroskop, Das Operationsmikroskop kommt in der Mikrochirurgie zum Einsatz. Es ist ein Mikroskop mit 6- bis 40-fache Vergrößerung. Diese übersteigt die Leistung einer Lupenbrille.

Oralchirurgie, chirurgische Eingriffe, die nur den Mundraum bzw. die Mundhöhle, die Zähne und den Kiefer betreffen.

Osseointegration, Knöcherner Heilungsprozess, bei dem die Knochenzellen (Osteoblasten) direkt an das Implantat heranwachsen und eine feste Anheftung an der Implantatoberfläche erzielen. Die Osseointegration sichert einen dauerhaften, stabilen Halt des Implantats im Knochen. Der Kieferknochen verwächst mit dem eingesetzten Implantat.

Osseointegrationsgarantie, Namhafte Implantathersteller gewähren häufig auf ihre implantologischen Qualitätsprodukte eine sogenannte Osseointegrationsgarantie (Knocheneinheilungsgarantie). Der Implantathersteller erstattet innerhalb dieser Zeit bei einem Implantatverlust das Produkt.

Osteogenese, Knochenbildung, Knochenentstehung.

Osteoinduktiv, Von Osteoinduktiv spricht man, wenn eine Substanz in der Lage ist, die Knocheneubildung anzuregen. Hierzu zählen vor allem die BMP´s.

Osteokonduktiv, Wenn ein Material in der Lage ist, als Leitgerüst das natürliche Knochenwachstum zu erleichtern, spricht man von Osteokonduktion. Fast alle Knochenersatzmaterialien werden aufgrund dieser Eigenschaft beim Knochenaufbau eingesetzt.

Osteoporose, Erkrankung des Knochens, bei der es zur Verminderung der Dichte des Knochens durch Verlust von Knochenzellen und Knochentrabekeln pro Volumen kommt. Die Möglichkeit einer stabilen Verankerung und Einheilung von Implantaten im osteoporotischen Knochen ist herabgesetzt. Die häufigsten Ursachen der Osteoporose sind Alterungsprozesse, mangelnde Belastung, hormonelle Dysbalancen und medikamentöse Einflüsse. Siehe auch: Bisphosphonate.

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Palatum, Synonym für Gaumen; Dach der Mundhöhle.

parodontal, neben bzw. um den Zahn befindlich.

ParodontitisParodontitisDie Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch Bakterien verursacht, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Werden diese nicht durch Bürsten oder Reinigung mit Zahnseide entfernt, bildet diese Substanz (Plaque) einen harten, höckerigen Belag (Zahnstein) auf den Zähnen. Mit der Zeit kommt es zur Rötung, Schwellung und Blutungsneigung des Zahnfleisches. Wird dies nicht behandelt, kann diese Entzündung die Fasern, die die Zähne mit dem Kieferknochen verbinden, der Zahnhalteapparat, zerstören und im weiteren Verlauf zum Knochenabbau führen. Ohne Fasern und Knochen beginnen sich die Zähne zu lockern und gehen möglicherweise verloren. Um diesen Prozess zu stoppen ist eine spezielle Behandlung notwendig. Diese Erkrankung kann sich mit den gleichen Symptomen auch um ein Implantat herum ausbilden und zu einem Verlust führen. Ursache ist meist fehler- oder mangelhafte Mundhygiene. Raucher erkranken wesentlich häufiger. Geeignete Maßnahmen: Parodontitisbehandlung, Prophylaxe.

Parodontologie, Lehre von den Erkrankungen des Zahnhalteapparates.

Parodontose, Sichtbarer Rückgang des Zahnfleisches (ohne Entzündungszeichen). Im Volksmund meist inkorrekt als Synonym für Parodontitis verwendet.

Parodontosebehandlung (Parodontitisbehandlung), Zahnärztliche Behandlung, die auf Antrag teilweise von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, bei der die Ursachen der Parodontitis beseitigt werden. Zur Behandlung gehören:

  • Maßnahmen zur Optimierung der Mundhygiene (Prophylaxe) - i.d.R. Patienten-Eigenleistung
  • Abtrag des infizierten Gewebes im Zahnhalteapparat unter lokaler Betäubung
  • Anwendung von Antibiotika örtlich und/oder durch Einnahme - falls angezeigt nach Antibiogramm / Abstrich / Genanalyse
  • Nachfolgende regelmäßige Prophylaxe. Verlorengegangener Knochen wird in der Regel selbstständig nicht mehr vom eigenen Organismus erneuert, kann aber durch spezielle Maßnahmen wieder aufgebaut werden.


Periimplantitis, Als Periimplantitis bezeichnet man die Entzündung des Implantatbetts mit Abbau des Knochens um das Implantat ähnlich der Parodontitis bei einem Zahn. Ungünstige Mundhygiene, das Rauchen sowie Implantatüberlastung stellen wichtige Risikofaktoren dar. Einflüssen haben u. a. auch noch nicht ganz entschlüsselte genetische Faktoren und die Implantatoberfläche, wobei das Risiko einer nicht therapierbaren bakteriellen Implantatbesiedlung mit dem Grad der Rauhigkeit der Oberfläche zunimmt.

Periotest, Elektronisches Gerät, das durch das Messen eines reflektierten Impulses die Stabilität von Zähnen oder Implantaten objektiviert. Es ist ein bedeutendes Diagnostikum in der Implantologie um eine Lockerung (z.B. Periimplantitis) zu erkennen.

Plaque, Bakterieller Zahnbelag.

Porzellan, So werden hochwertige Keramikwerkstoffe mit hoher Dichte aus kaolinitischem Ton, Feldspat und Quarz genannt. Porzellane sind weiß, sehr hart und von geringer Porosität. In der Zahnheilkunde kommen die sog. "harten" Porzellane (hoher Feldspatanteil) für Zahnersatzarbeiten und Implantate zur Anwendung. Über eingelagerte Metalloxide lässt sich die Farbe variieren. Häufig wird auch das Synonym Keramik verwendet.

Primärstabilität, Die Festigkeit, die durch das Einbringen des Implantats in den Kiefer erreicht wird, d. h. ohne dass Einheilungsprozesse stattgefunden haben. Ein Maß hierfür ist der Eindrehwiderstand (Einbringdrehmoment) und die Festigkeit selbst, die über den Periotest objektivierbar ist. Die Primärstabilität gilt als wesentlicher Faktor für die Einheilung eines Implantats, sowie für die Entscheidung, ob eine Sofortversorgung bzw. Sofortbelastung erfolgversprechend ist.

Professionelle Zahnreinigung, Durch zahnmedizinische Fachangestellten mit entsprechender Ausbildung in der Zahnarztpraxis durchgeführte aufwändige Reinigung der Zähne (u. Implantate), bei der neben der Zahnsteinentfernung (wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen) vor allem auch die weichen Zahnbeläge (Plaque) unterhalb und oberhalb des Zahnfleisches und im Zahnzwischenraum entfernt werden. Die Dauer einer professionellen Zahnreinigung bei einem vollständigen Gebiss liegt je nach Pflegezustand zwischen 30- 45 Minuten. Kosten: etwa 40 - 120 EUR pro Sitzung. Siehe auch: Prophylax.

Prognose, Vorhersage, Beurteilung des zu erwartenden Krankheitsverlaufes.

Prophylaxe, Verhinderung von Erkrankungen durch geeignete Maßnahmen. In der Zahnheilkunde meist Vermeidung von Karies und Parodontitis (und Periimplantitis) durch Optimierung der Mundhygiene unter Anleitung. Wird im Kindesalter von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, bei Erwachsenen nur im Rahmen einer Parodontitisbehandlung. Die Prophylaxe wird auf Wunsch bei Erwachsenen auch im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung in der Regel mit angeboten.

Prothese, Unter einer Hybridprothese versteht man die kombinierte Verwendung von Implantaten und Zähnen als Pfeiler zur Abstützung eines herausnehmbaren Zahnersatzes. Als Beispiele kann man Teleskopprothesen mit Zähnen und Implantaten als Teleskopfeilern oder Kombination aus Teleskopen und Kugelkopfankern auf Implantaten nennen. Auch sind Stegverbindungen zwischen Zahn und Implantat denkbar. Bei festen Brücken, die sich auf Implantate und Zähne stützen, spricht man von einer Hybridbrücke.

Prothetik, die Wiederherstellung des Gebisses durch Ersatz. Sammelbegriff für die Möglichkeiten zur Wiederherstellung der geschlossenen Zahnreihe und somit der Kaufähigkeit durch z.B. künstliche Zahnkronen, Brücken oder einer herausnehmbaren Prothese.

Provisorium, Bis zur festen Einheilung der Implantate ist in den meisten Fällen ein Provisorium notwendig, das eine ausreichende Kaufunktion und Ästhetik für die Übergangszeit sicherstellt. Dieses Provisorium kann und soll auch das einheilende Implantat vor schädlicher Überlastung schützen. Hierfür stehen je nach Ausgangssituation verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:
Provisorien bei Zahnlücken:
  • Einfache Klammerprothese mit Kunststoffbasis (geringer Tragekomfort)
  • Klammerprothese mit Stahlbasis
  • Übergangsbrücke (u.a. wenn Nachbarzähne überkronungsbedürftig sind)
  • Mittels kieferorthopädischem Kleber den verlustigen Zahn einkleben
  • Klebe- oder Marylandbrücke (teuer/aufwändig)
  • Sofortversorgung der Implantate (z.T. risikoreicher und als kritisch anzusehen)
  • Provisorische Implantate
Provisorien bei Zahnlosigkeit:
  • Vollprothese
  • Sofortversorgung der Implantate (z.T. risikoreicher und als kritisch anzusehen)
  • Provisorische Implantate mit entsprechendem Zahnersatz
Siehe auch: Behandlungsablauf.

PRP, PRP oder autologes Thrombozytenkonzentrat, engl. Abk. von Platelet-Rich-Plasma = patienteneigenes plättchen- oder thrombozytenreiches Plasma; Konzentrat von Thrombozyten in einem kleinen Restvolumen Plasma, das durch Zentrifugation von Patientenblut hergestellt werden kann. Die in den Thrombozyten enthaltenen Wachstumsfaktoren sind jedoch die eigentlich wirksamen Bestandteile des PRP`s, die bei der Aktivierung der Thrombozyten freigesetzt werden. Seit den 70er Jahren ist bekannt, dass im Blut Bestandteile enthalten sind, die die Regenerationsfähigkeit von Knochen und Gewebe unterstützen (schnellere Reifung und die bessere Qualität des gebildeten Knochens). Dieses Plasma wird meist in Blutbanken im Rahmen der Transfusionsmedizin aus Spenderblut gewonnen. Es ist seit 1998 auch während der Operation in einer (zahn-)ärztlichen Praxis aus dem Eigenblut des Patienten gewinnbar. PRP bewirkt eine verbesserte Knochenregeneration als auch eine deutlich schnellere Weichgewebsheilung. Darüber hinaus wird auch über einen geringeren Schmerzmittelverbrauch durch den Einsatz von PRP berichtet. Allerdings darf PRP - wie in publikumswirksamen Laienmedien häufig geschehen - nicht als "Wundermittel" angesehen werden. Der Zeitraum bis zum Beginn der Knochenbildung wird nicht verkürzt, sondern die Knochenreifung vom Geflechtknochen zum Lamellenknochen beschleunigt und dabei sowohl Knochendichte als auch Knochenqualität deutlich verbessert. Da PRP aus Eigenblut des zu behandelnden Patienten gewonnen wird, sind übertragbare Krankheiten ausgeschlossen. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Prämolaren, die vorderen kleinen Backenzähne.

Pulpa, Zahnmark: füllt das Innere des Zahnes voll aus.

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Q

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Recall; Erinnerung, Recall-System, Ein in Zahnarztpraxen mit Erfolg eingesetztes Erinnerungssystem, welches besonders bei der implantologischen, parodontologischen, kieferorthopädischen und prothetischen Betreuung sowie zur Vorsorge von Zahnerkrankungen genutzt wird. So ist eindeutig in vielen Studien belegt, dass eine regelmäßige Kontrolle ("Nachsorge") erheblich zu einem Erfolg der ärztlichen Maßnahme beiträgt. Ein Recall darf nur bei den eigenen Patienten durchgeführt werden und dies auch nur dann, wenn die Patienten nach entsprechender Unterrichtung zu dieser Maßnahme ihre (jederzeit widerrufbare) Zustimmung gegeben haben.

Regeneration von Knochen, Neuentstehung von Knochen; Nach einem Zahnverlust wird der Knochendefekt durch den Körper verschlossen. Dies jedoch nur soviel, wie der Körper es zu diesem Zeitpunkt braucht. Häufig wird das zuvor vorhandenen Knochenvolumen nicht wieder erreicht. Zudem wirkt sich die Inaktivitätsatrophie aus, sodass sich über die Zeit weithin Knochen abbaut. Die membrangestützte Knochenregeneration, engl.: Guided Bone Regeneration (GBR); erlaubt die knöchernregenerative (Wieder-)Auffüllung von Knochendefekten unter Verwendung von Membranen. Ziel der GBR ist der knöcherne Wiederaufbau des Alveolarkammes bei mangelndem Knochenangebot oder die knöcherne Heilung von lokalisierten Defekten vor oder in Verbindung mit einer (enossalen) Implantation.

Rehabilitation, orale, engl.: oral rehabilitation; an den Zähnen und dem Kausystem durchgeführte Wiederherstellungsmaßnahmen zur Wiedererlangung des ursprünglichen Gebisszustands oder zur Erlangung einer optimalen Kaufunktion bei ansprechender Kosmetik. Die Rehabilitation wird meist mit hochwertigen Einlagefüllungen oder Zahnersatz und aufwendig gearbeiteten Kauflächen durchgeführt.

Rekonstruktion, Wiederherstellung, engl.: reconstruction, restoration; Schlagwortbezeichnung für die Wiederherstellung defekter Zähne/Zahnlücken bzw. Gebiss-Strukturen. Dabei wird besonderer Wert auf die normalen (physiologischen) und krankhaften (pathologischen) Zustände, wie auch die strukturellen und funktionellen Gegebenheiten gelegt. Dabei soll bei der Rekonstruktion verlorener Kaueinheiten ein optimales Zusammenspiel von Muskulatur, Okklusion und Zahnhalteapparat (Parodontium) unter Berücksichtigung der Kiefergelenke erreicht werden.

Retrograde Wurzelfüllung, Der Wurzelkanal wird von der Wurzelspitze aus gefüllt, nachdem die Wurzelspitze operativ freigelegt und zumeist an der Spitze gekürzt wurde.

Robodent®, siehe auch: Navigationssysteme.

Roll-Lappentechnik, Eine chirurgische Technik zur Ausnutzung überschüssigen Gewebes. Sie wird meist in Verbindung mit einer Implantatfreilegung durchgeführt.

Rückbiss, Er wird auch Distalbiss genannt. Beim Rückbiss liegt die untere Zahnreihe im Verhältnis zu der oberen zu weit hinten.

Röntgenaufnahme, Röntgenstrahlen werden zum Durchleuchtung des menschlichen Körpers benutzt. Auf Röntgenbildern können beispielsweise Knochenbrüche, Geschwülste, Herz- und Lungenkrankheiten erkannt werden. In der Zahnmedizin werden - im Gegensatz zu der Allgemeinmedizin bei Weichteiluntersuchungen - harte Strahlen mit hohem Durchdringungsfaktor aber auch geringer Absorption im Körper genutzt. Diese verbleiben deutlich weniger im Körper.

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Schaltlücke, Fehlen eines oder mehrerer Zähne innerhalb einer Zahnreihe; die Lücke ist immer von Zähnen begrenzt.

Scherenbiss, Bissform bei der die Schneidezähne scherenförmig übereinander greifen. Die oberen Schneidezähne gleiten beim normalen Überbiss ca. ein Drittel über die unteren hinweg und liegen dann mit der Schneidkante an der Unterlippe.

Schleimhaut, Zarte, gefäßreiche, Schleim absondernde innere Auskleidung von Hohlorganen im Körper z.B. in Nase, Mund, Lunge und Verdauungskanal.

Schleimhautanker, Nach Dr. Engels, engl.: Engel's mucosal anchor; sehr wenig angewandtes Pseudoimplantat bei älteren, nicht mehr operierbaren Patienten zur vermeintlichen Haftverbesserung anstelle von Haftcreme. Die Schleimhautanker bestehen aus hochreiner Aluminiumoxid-Keramik. Sie werden nicht im Knochen (enossal), sondern ohne große Operation, direkt und ausschließlich in die Mundschleimhaut eingeschraubt.

Schleimhautgetragene Prothese, Eine Prothese, deren Basis der Mundschleimhaut aufliegt.

Schleimhauttransplantat, Gingivatransplantat, (mikro-)chirurgisches Verfahren in der Parodontologie zur Bedeckung freiliegender Zahnwurzelabschnitte (Gingivarezessionen) und Implantologie zur Verbesserung der Schleimhautverhältnisse. Aus der Gaumenschleimhaut wird ein dünnes Stück (< 1mm Dicke) Mukosa entsprechender Größe entnommen und damit der Defekt abgedeckt (= autologes, freies Bindegewebstransplantat, "freies Schleimhauttransplantat"). Das Transplantat wird an seiner Zielstelle fixiert (z.B. mit Gewebeklebern o. feinen Nähten) und nach einigen Tagen von Epithelzellen aus der Nachbarschaft besiedelt und schließlich ganz davon bedeckt. Es entsteht so eine neue, feste Gingiva mit nur unwesentlichen Farbunterschiede zum benachbarten Zahnfleisch.

Schneidezahn, Frontzahn.

Sedierung, Dämpfung von Schmerzen durch zentral im Gehirn wirkende Medikamente.

SinusliftSinusliftIst die Bezeichnung für einen chirurgischen Eingriff in der Zahnmedizin im Bereich der Implantologie. Es ist eine Sonderform des Knochenaufbaus. Im Oberkieferseitenzahnbereich ist die Knochenhöhe durch Knochenabbau und ausgedehnte Kieferhöhle oftmals so gering, dass ein Implantat nicht in ausreichender Länge stabil eingebracht werden kann. Durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial auf den Kieferhöhlenboden wird diese soweit "angehoben", dass Implantate sicher verankert werden können. Man unterscheidet ein einzeitiges Vorgehen, bei der die Implantation gleichzeitig mit diesem speziellen Knochenaufbau erfolgt und ein zweizeitiges Vorgehen, bei der die Implantatversorgung erst nach Festigung des Knochens durchgeführt wird. Als Verfahren sind der innere und äußere Sinuslift gebräuchlich. Beim äußeren Sinuslift wird ein Knochenfenster zur Kieferhöhle von der Mundhöhle aus präpariert, und über diesen Zugang die Kieferhöhlenschleimhaut/ Knochenhaut (vergleichbar mit der Innenhaut bei einem Ei) vom Boden der Kieferhöhle gelöst und darin Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial eingebracht. Beim inneren Verfahren wird über das Implantatbohrloch Knochen unter die Innenhaut der Kieferhöhle gedrückt und damit die Verwendung längerer Implantate ermöglicht.

SLActive-ImplantatoberflächeSLActive-ImplantatoberflächeEs ist eine von der Firma Straumann,Schweiz, weiterentwickelte Implantatoberfläche. Sie bewirkt, dass sich der Knochen auf einzigartige Weise an die Implantate anlagert und rasch eine sichere Verbindung zwischen Körper und künstlicher Zahnwurzel entsteht. Diese Implantate aktivieren regelrecht die Selbstheilungskräfte des Körpers. Weil sich die Knochenbildung damit zügiger vollzieht, bieten die Implantate 60% mehr Sicherheit bei der Einheilung, als die bisher besten Implantate auf dem Markt.

Sofortbelastung, Unter Sofortbelastung in der Implantologie versteht man die Sofortversorgung von eingebrachten Implantaten mit Zahnersatz unmittelbar nach der Operation bzw. innerhalb von 24-36 Stunden mit gleichzeitiger vollständiger Lasteinleitung auf die eingebrachten Implantate. Die erfolgreiche Sofortbelastung mit geringem Risiko ist wissenschaftlich nur gesichert für die Stegversorgung von mindestens 4 Implantaten im zahnlosen Unterkiefer. Durch die direkte Verblockung wird hier die notwendige Stabilität für die sichere Einheilung auch unter Belastung erzielt. Auch im Oberkiefer greift dieses Konzept. Hier sollten aufgrund der schlechteren Knochenqualität jedoch mindesten 6 Implantate eingebracht werden. Es gibt auch positive Ergebnisse nach Sofortbelastung von Einzelzahnimplantaten. Hierbei muss das Implantat allerdings bereits mit sehr hoher Festigkeit (sog. Primärstabilität eingesetzt werden. Dieses Verfahren gilt jedoch als riskant und ist mit höheren Verlustraten vergesellschaftet. Bei der Einzelzahnversorgung greift eher das Konzept der Sofortversorgung ohne Vollbelastung. Siehe auch: Sofortimplantation. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Sofortimplantation, Ein Implantat, das in der gleichen Sitzung mit der Zahnentfernung eingebracht wird, wird als Sofortimplantat bezeichnet. Die Vorteile einer Sofortimplantation liegen darin, dass das Implantat den Knochen (und Zahnfleisch) an Ort und Stelle hält und dem nach Zahnentfernung sonst typischen Verlust wichtiger Knochen- und Weichteilsubstanz entgegenwirkt. Nachteil ist das erhöhte Risiko eines Implantatverlusts, wenn noch Entzündungsprozesse im Bereich des alten Zahnfachs vorhanden sind. Nach der Sofortimplantation besteht die Möglichkeit der unbelasteten Einheilung, der Sofortversorgung bzw. der Sofortbelastung. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Sofortversorgung, Hierunter versteht man die Versorgung eines eingebrachten Implantats direkt nach der Operation mit einer provisorischen Krone, die so geformt ist dass Sie keine starke Belastung erfährt. Die Sofortbelastung kann als Sonderform der Sofortversorgung angesehen werden.

Stanz-Verfahren, Das Stanzverfahren ist eine minimal-invasive Operations-Technik, bei der der Zugang für das Einbringen des Implantates durch das kreisrunde Ausstanzen des Zahnfleischs erzielt wird. Bei der herkömmlichen Technik wird das Zahnfleisch dagegen mehr oder weniger vom Knochen abgelöst, um den ortständigen Kieferknochen für die Implantatbohrung klar erkennen zu können. Die der Stanzung nachfolgende Operation benötigt eine absolut sichere Kenntnis über die Breite und Ausdehnung des Kieferknochens, da sonst das Risiko einer Implantatperforation durch den Knochen nach außen (mit nachfolgendem Implantatverlust) sehr hoch ist. Das Verfahren ist immer mit einer offenen Einheilung des Implantates verbunden und setzt i.d.R. eine CT-Röntgendiagnostik voraus. Nach Nutzen-Risiko-Abwägung ist die Anfertigung eines CT's, nur um die Möglichkeit eines Stanzzugangs abzuklären, wegen der erhöhten Strahlenbelastung für den Patienten medizinisch als sehr kritisch zu sehen. Operationsbegleitende Knochenaufbaumaßnahmen sind dabei nicht möglich. Die Stanzung zum Freilegen zuvor geschlossen eingeheilter Implantate gilt übrigens als Technik der Wahl bei ausreichend vorhandener breiten befestigten Gingiva um das jeweilige Implantat. Unbedingte Voraussetzung für langfristigen Implantaterfolg ist nämlich eine optimale Breite der befestigten Schleimhaut um das spätere Implantat.

Stationäre Behandlung, Behandlung erfolgt im Krankenhaus, das Gegenteil von Ambulant.

Steg, Er dient als Halte- und Stützelement für eine herausnehmbare Teilprothese im Ober- oder Unterkiefer. Er ist aus Metall, stabförmig und wird zwischen zwei Zahnkronen oder 2 bis 6 Implantaten befestigt. Die Teilprothese rastet auf dem Steg ein.

Stegverbindung, Typische Suprakonstruktion für die implantatprothetische Versorgung zahnloser Patienten, bei der Implantate durch Stege miteinander verbunden werden, um die Stabilität zu erhöhen und herausnehmbaren Zahnersatz sicher zu verankern.
Stegverbindung


Sterilisation, Die Sterilisation soll Instrumente und Materialien von lebenden Mikroorganismen befreien. Viren, Sporen und Mikroorganismen werden dadurch sicher abgetötet.

Subgingival, alles, was unter dem Zahnfleisch bzw. Zahnfleischrand am Zahn liegt.

Suprakonstruktion, Sammelbegriff für alle Zahnersatzanteile und Aufbauteile die auf Zähne oder Implantate gesetzt werden.

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Teeth in an hour®, siehe auch: Zähne in einer Stunde.

Teilprothese, Eine Teilprothese wird sowohl festsitzend als auch herausnehmbar eingefügt. Sie besteht aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis in die Kunststoff- (seltener, aber ästhetischer: Keramik-) zähne in der Position der eigenen fehlenden Zähne verankert werden und so eine neue Zahnreihe bilden. Die Teilprothese wird an eigene Zähne oder auch an Implantate befestigt.

Teleskop-Prothese (Doppelkronenprothese), Eine Art der Teilprothese, bei der mit Hilfe eines Innen- und Außenkronensystems ein klammerfreier Halt an eigenen Zähnen oder auch an Implantaten erzielt wird.
Teleskop-Prothese (Doppelkronenprothese)



Titan, Titan, (chemisches Zeichen Ti) silberweißes hochwertiges Metall;
Es ist ein Leichtmetallelement der IV. Nebengruppe des Periodensystems der Elemente. (Atomgewicht 47,90 und Ordnungszahl 22; 4-, 3- und 2wertig) Titan ähnelt äußerlich dem Stahl. Es ist als Reinmetall schmiedbar und lässt sich problemfrei spanlos bearbeiten. Titan hat sich als biologisch besonders verträglich erwiesen (biokompatibel). Es wird wie körpereigenes Gewebe angenommen. Es wird daher in der Medizin unter anderem als Grundmaterial für Hüft- und Kniegelenksprothesen sehr erfolgreich genutzt. In der Zahnmedizin wird es aufgrund seiner hohen Festigkeit und Beständigkeit als Grundmaterial für Implantate äußerst erfolgreich und zuverlässig verwendet.

Transplantation, Allg.: Verpflanzen von Gewebe, z.B. Haut, Bindegewebe. Zähne, Knochen, Organe, etc.

Trauma, Verletzung, Wunde die durch äußere Einwirkung entstanden ist.

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Ueberbiss, Stellung oberer Frontzähne zu den unteren, wenn Schneidezähne der oberen Front über Schneidezähne der unteren greifen.

Uebergangszahnersatz, Wird auch als Synonym für Provisorium verwendet.

Unterfütterung, Ein Verfahren, um Kunststoffprothesen den (sich verändernden) zahnlosen Kieferkonturen anzupassen, um den Halt und die Passgenauigkeit wieder herzustellen.

Uvula, Gaumenzäpfchen.

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Validität, inhaltliche Genauigkeit, Tauglichkeit eines Testverfahrens. Ein Begriff, der v.a. im Bereich der Hygieneverordnung vorkommt, um die Gebrauchsfähigkeit eines Gerätes zu beschreiben. Sterilisatoren oder Thermodesinfektoren müssen validiert sein, um sie in medizinischen Einrichtungen nutzen zu dürfen.

Veneers, hierbei sind es hauchdünne handwerklich meisterlich individuell angefertigte Keramikhaftschalen, die nach bearbeiten des natürlichen Zahnschmelzes zur Verbesserung der Ästhetik und Funktion auf die sichtbare Frontfläche von natürlichen Zähnen geklebt werden, um einen maximalen Erfolg mit minimalem Beschleifen bzw Anrauhen zu erzielen.

Verblend-Metall-Keramik (=VMK), Die Bezeichnung "VMK" wurde ursprünglich mit "Vita-Metall-Keramik" übersetzt, da die Fa. Vita ("Zahnfabrik") in Bad Säckingen maßgeblich die Entwicklung dieser Technik vorangetrieben hat.

Verblendgrenzen, Wird ein Zahn mit einer Krone "überzogen", so ist es von der Funktion her völlig ausreichend, wenn diese Krone nur aus irgendeinem Metall besteht. Allerdings entspricht es in unserer Gesellschaft nicht mehr einem "Schönheitsideal", wenn im sichtbaren Bereich silbernes oder goldenes Metall zu sehen ist (das war früher bei uns anders und gilt heute noch in ärmeren Ländern als Zeichen des Wohlstands). Der in der gesetzlichen Krankenversicherung willkürlich definierte "Sichtbereich" der Zähne, für die noch ein Zuschuss für den wangenseitigen Überzug von Kronen oder Brückenglieder mit zahnfarbener Keramik (Verblendung) gewährt wird. Sie reichen im Oberkiefer -von der Mitte aus gezählt- bis jeweils zum 5. Zahn, im Unterkiefer sogar nur bis zum 4. Zahn. Bei den privaten Versicherungen ist es zurzeit üblich, eine Keramikverblendung bis zum 6. Zahn in Ober- und Unterkiefer mitzufinanzieren.

Verblendkrone, oder auch seltener Veneerkrone, engl.: faced crown; Metallkrone mit einer zahnfarbenen Deckschicht (Verblendung) zur sichtbaren Zahnaußenseite und evtl. zur Kaufläche und den Zahnseitenflächen hin. Das Verblendungsmaterial kann aus aufgebrannter Keramik oder "aufgeklebten") Kunststoff bestehen.

Verblendung, engl.: facing

Verbundbrücke, Wenn sowohl Zahn als auch Implantat als Pfeiler einer fest eingeklebten Brücke dienen, spricht man von einer Hybridbrücke oder Verbundbrücke. Die gleichzeitige Nutzung von Implantaten und Zähnen zum Fixieren eines herausnehmbaren Zahnersatzes bezeichnet man als Hybridprothes. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Linkhinweis hier herunterladen.

Vollnarkose, siehe auch: ITN = Intubationsnarkose.

Vollprothese, Totalprothese

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Weichgewebsmanagement, Sammelbegriff für Chirurgische Techniken zur funktionellen und ästhetischen Ausformung des Weichgewebes -v.a. um die Implantatdurchtrittstelle herum.

Weisheitszähne, Die Weisheitszähne stehen bei vielen Menschen nicht innerhalb der Zahnreihe und können daher Ursache für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen sein.

Wurzelkanalbehandlung, Bei dieser Art von Behandlung wird ein entzündeter oder abgestorbener Zahnnerv freigelegt und entfernt. Der Hohlraum im Inneren der Zahnkrone und der Wurzel, in dem sich zuvor der Nerv befunden hat, wird anschließend mit speziellen Materialien aufgefüllt und verschlossen. Häufig findet solch eine Behandlung ihren Abschluss der Überkronung.

Wurzelspitzenresektion, Wurzelspitzenamputation, operativer Eingriff an der Zahnwurzel zur Entfernung der entzündeten Wurzelspitze.

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X

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Y

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Zahnersatz, Ersatz für verlorene Zähne, Lücken werden mit künstlichen Zahnkronen, Brücken oder Prothesen wieder geschlossen.

Zahnextraktion, Entfernung eines Zahnes.

Zahnfleisch, es bedeckt den Kieferknochen und umschließt den Zahnhals.

Zahnhals, der Zahnhals verbindet die Zahnkrone mit der Zahnwurzel und wird vom Zahnfleisch umschlossen.

Zahnhalteapparat, Sammelbegriff für die körpereigenen Strukturen, die für den Halt der Zähne im Kieferknochen verantwortlich sind. Hierzu zählen neben Zahnfleisch (Gingiva) und Knochen insbesondere der Faserapparat zwischen Wurzeloberfläche und Knochen (Desmodont).

ZahnimplantatZahnimplantat
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan in meist schraubenförmiger oder zylindrischer Form, die in den Kieferknochen eingebracht werden, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Dadurch, dass Implantate direkt mit dem Knochen verwachsen, übernehmen sie die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln: Sie können Zahnersatz tragen, z.B. Kronen und Brücken, oder herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern. Beim Implantataufbau unterscheidet man den Implantatkörper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden.

Zahnkrone, sichtbarer, in die Mundhöhle ragender Teil des Zahnes.

Zahnpflege, Karies entsteht durch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und ein Loch entstehen lassen. Diese Säuren bilden sich, wenn Bakterien im Mund Essensreste "verdauen". Vor allem Zucker dient als Bindemittel, durch das sich die Bakterien an die Zähne anheften. Es bildet sich zusammen mit Nahrungsresten und Speichelbestandteilen der sogenannte Zahnbelag (Plaque). In und unter der Plaque erfolgt hauptsächlich die Säurebildung. Um Zahnfäule (Karies) vorzubeugen, ist regelmäßige, gründliche Zahnpflege notwendig. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten zur Zahnbelag-Entfernung: Zahnbürste/Zahnpasta, Zahnzwischenraumbürste, Munddusche, Zahnseide, Zahnpflegekaugummis und zusätzlich ein- bis zweimal im Jahr eine professionelle Prophylaxe-Behandlung beim Zahnarzt.

Zahnschmelz, Oberste Schicht der Zahnkrone.

Zahnstein, Ablagerungen an den Zähnen. Er begünstigt die Erkrankung des Zahnhalteapparates. Seine Entfernung ist daher eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen des Zahnfleischs.

Zahnwurzel, Nichtsichtbarer Teil des Zahnes, der im Zahnfach des Kieferknochens verankert ist.

Zirkoniumoxid, Zirkonoxyd, Es ist auch unter dem Namen Zirkonoxid bekannt (Zirkon ist ein Mineral aus der Gruppe der Silikate). Zirkoniumoxid wurde schon im 18. Jhd. entdeckt. Die Ursache für die lange Entwicklungszeit bis zur Praxisreife lag in der Schwierigkeit, die Eigenschaften von Zirkoniumoxid technisch zu beherrschen. Dieses Material besticht durch seine außerordentlichen Eigenschaften wie hohe Biegefestigkeit (bis zu 1200 MPa), Härte (1200 -1400 Vickers) und Weibull Modulus (10-12). Zirkonoxid wird durch Yttrium partiell stabilisiert und bedingt diese positiven Eigenschaften. Durch die Zugabe von Aluminiumoxid wird die Biegefestigkeit der Zirkonoxidlegierung nochmals gesteigert. Neben seiner großen Festigkeit, ist es biokompatibel. Die Besonderheit von Zirkoniumoxid liegt darin, dass es Schäden, die unter Belastung größer werden "selbst repariert" (sog. Umwandlungsverstärkung). Bedingt durch den geringen Partikeldurchmesser (ca. 0,5 µ) bilden sich kaum Plaqueablagerungen an daraus hergestelltem Zahnersatz.
Zirkonoxid ist ein Werkstoff, der seit vielen Jahren im humanmedizinischen Bereich beispielsweise für künstliche Hüft- oder Kniegelenke eingesetzt wird und sich dort durch extreme Belastbarkeit und höchste biologische Verträglichkeit bewährt hat.
Zirkon wird aufgrund dieser Eigenschaften auch in der Automobilindustrie und in der Raumfahrt verwendet. Zum Einsatz gelangt es in der Zahnmedizin in der Prothetik (Gerüste für Kronen und Brücken), Endodontie (z.B. Wurzelstifte) und neuerdings (2005) in der Implantologie.

Zyste, Eine Zyste ist ein durch ein Epithel (Häutchen) mit einer dünnen Weichteilhülle ausgekleideter abgeschlossener Gewebehohlraum, der mit einer Flüssigkeit (z. Bsp. Gewebswasser, Blut oder Eiter) gefüllt ist.

ZähneZähne
Der natürliche Zahn ist zusammengesetzt aus Zahnkrone und Zahnwurzel. Beides wird durch den Zahnhals verbunden. Die Zahnkrone ragt es aus dem Zahnfleisch hervor und bildet mit den anderen Zahnkronen das Gebiss. Sie besteht aus Zahnbein und ist mit Zahnschmelz überzogen. Der Übergang der Zahnkrone in die Zahnwurzel wird vom Zahnhals gebildet. Er ist vom Zahnfleisch umgeben. Die im Kieferknochen liegende Zahnwurzel besteht innen aus Zahnbein und außen aus Zement. Jeder Zahn hat eine Zahnhöhle (Pulpahöhle) Diese enthält das Zahnmark (Pulpa). Durch ein Loch an der Spitze der Wurzel treten Nerv und zwei Gefäße in das Zahnmark ein und sind für die Zahnversorgung zuständig.

Zähne in einer Stunde, Eine in den Medien angepriesene, neue Methode "teeth in an hour" als eingetragenes Warenzeichen einer bestimmten Implantatfirma, bei der die Implantatsetzung und das Aufsetzen des zuvor vollständig hergestellten fertigten Zahnersatzes innerhalb einer Sitzung erfolgt. Es bedarf einer differenzierten Betrachtung. Die Sofortbelastung und das Einbringen von Implantaten ohne Aufschneiden des Zahnfleischs (mittels Stanzverfahren) sind bereits seit langem etablierte Techniken in der Implantologie mit Vorteilen, aber auch erheblichen Risiken (siehe Sofortbelastung, Stanzverfahren). Die gesamte Behandlung erfordert eine exakte 3-dimensionale Vermessung des Kiefers mit einem CT. Bei entsprechenden Voraussetzungen (ausreichendes Knochenangebot in Breite und Höhe, kein Knochenaufbau notwendig, keine Entzündungsherde im Knochen) kann dann eine Planung für das präzise Setzen der Implantate mittels 3D- erfolgen. Durch die Simulation sowohl der Implantatpositionen in einem 3D-Computer-Programm als auch der damit relativ präzise zu bestimmenden Implantataufbauten, kann auch das Zahnersatzgerüst nach CAD-Technik gefertigt werden. Minimale Ungenauigkeiten werden durch spezielle Aufbauten ausgeglichen. Das ermöglicht dann das Implantateinsetzen und das Aufsetzen des zuvor vollständig gefertigten Zahnersatzes in der gleichen Sitzung. So technisch beeindruckend dieses Verfahren auch ist, gibt es doch sehr gewichtige Einwände. Falls Implantate nicht einheilen, kann unter Umständen eine Neuanfertigung des Zahnersatzes notwendig werden. Die Möglichkeiten der ästhetischen Voraussage des Endergebnisses sind nicht optimal gegeben, da präzise Anproben vorab nicht möglich sind. Auch der Zahnfleischverlaufs nach der Einheilphase lässt sich nicht sicher vorhersagen.
Fazit: Ein sicherlich technisch beeindruckendes Verfahren, dass aber aufgrund der notwendigen Voraussetzungen:

  • Absolut ausreichendes Knochenangebot in Breite und Höhe, kein Knochenaufbau notwendig
  • keine Entzündungsherde im Knochen und der Risiken
  • ästhetisch nicht exakt planbar
  • Implantatverlustquote erhöht
  • erhöhte Strahlenbelastung
  • und nicht zuletzt der deutlich gesteigerten Kosten in der beworbenen Form nur für einen deutlich verschwindend geringen Anteil der Implantatpatienten überhaupt in Frage kommt.
Leider wird es auch von vielen Privatversicherungen als nicht bezuschußbar und risikobehaftet abgelehnt.

Zähneknirschen, Siehe auch: Knirschen

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