Externer SinusliftInformation & Darstellung der Durchführung einer Kieferhöhlenauffüllung
zum Knochenaufbau
Aufklärungshinweis III - sog. "externer
Sinuslift, subantrale Augmentation oder Sinusbodenelevation"
Besteht der Wunsch nach modernem festsitzenden Zahnersatz auf künstlichen Zahnwurzeln, muß dafür immer ausreichend körpereigener Knochen vorhanden sein. Implantate benötigen diesen zur dauerhaften und sicheren Verankerung an der für sie optimalen Stelle in dem Zahnbogen. Aus ästhetischen, funktionellen und v.a. medizinischen Gründen ist es häufig notwendig, den Körper dazu zu bringen, den z.T. über Jahre
verlorengegangenen Knochen mit neugewachsenen wieder aufzubauen. Häufig geschieht dies jedoch nicht von alleine. Hierbei hilft auch das Knochenaufbaumaterial
Cerasorb mit
der Technik des "
Plättchen
Reichen
Plasmas"=
PRP.
Gerade im Oberkiefer - Seitenzahnbereich ist der Knochen für eine Aufnahme von
Implantaten zur Kieferhöhle hin häufig dafür zu dünn. Um hier jedoch eine ausreichend vertikale Breite von ca. 12 mm zu erreichen, bedient sich die moderne Implantationstechnik eines Kunstgriffes. Zwischen der luftgefüllten Kieferhöhle und dem Kieferknochen (gleichzeitig der Boden der Kieferhöhle), befindet sich eine dünne Schleimhaut-Membran. Diese kann vom Boden der Kieferhöhle abgehoben werden.
Wie dies funktioniert, wird nachfolgend gezeigt:

Dazu wird der für die Implantation wichtige Kieferanteil vom Mundvorhof her freigelegt. Mittels einer rotierenden Kugel oder speziellen Ultraschallinstrumenten wird ein Fenster in dem Kieferhöhlenboden eröffnet (B1).

Die nun sichtbare Membran wird von dem Untergrund gelöst und wie ein Zelt aufgespannt, bis genügend Platz für die einzubringenden Implantate geschaffen werden konnte. Es bildet sich somit ein zusätzlicher Hohlraum aus (B2).

Es erfolgt nun die vollständige Aufbereitung des knöchernen Implantatbettes für die vorgesehenen Staumann-Implantate einschließlich der notwendigen Tiefenüberprüfung (B3).

In diesen neu entstandenen Hohlraum wird jetzt ein Platzhalter eingefüllt. Dieser ist der Masse nach das oben erwähnte Knochenaufbaumaterial
Cerasorb mit
der Technik des PRP
(B4).

Der oder das Implantat wird in das so vorbereitete Implantatbett eingebracht. Gelegentlich wird zur zusätzlichen Stabilisierung des Knochenaufbaumaterials eine sog. autologe Fibrinmembran aufgelegt. Diese wird ebenfalls aus dem zuvor aufbereiteten venösen Eigenblut hergestellt. Anschließend wird der Bereich mit einer spannungsfreien Naht vollständig verschlossen (B6).
Der
Einheilungsprozess setzt nun unmittelbar
ein. Nach einer Einheilzeit von etwa 9 Monaten sind so befestigte Implantate
weiter zu versorgen. Die nun folgende Kronen- oder Brückenversorgung kann begonnen werden. Sollte jedoch die Dicke des für die Implantation wichtigen Bereiches ultradünn(< 1-2 mm) sein, so muss leider auf die schon erwähnte zweizeitige Vorgehensweise ausgewichen werden. Das Einbringen der Implantate kann dann nicht in der gleichen Sitzung erfolgen. Dies ist erst nach einer Warte- und Knochenaufbauzeit von ca. 8 Monaten möglich.
Risiken
Ich hoffe, Ihnen, sehr geehrter Patient, die bei ihrem Eingriff notwendige Technik
eingehend und erschöpfend dargestellt zu haben. Sollten jedoch trotzdem noch
Fragen übrig geblieben sein, so ist mein Team und ich gerne bereit diese mit
Ihnen zu klären.