Interner SinusliftInformation & Darstellung der Durchführung einer Kieferhöhlenauffüllung zum Knochenaufbau
Aufklärungshinweis Teil II - sog. "interner Sinuslift"Der Oberkieferseitenzahnbereich ist ein stark strukturiertes Gebiet, das erst seit einigen Jahren für die Implantologie optimal durch besondere Techniken zugänglich
gemacht werden konnte. Diese beiden Operationstechniken (sog. "interner Sinuslift" und "externer Sinuslift") sollen Ihnen hier nachfolgend dargestellt werden. Auch hierbei hilft das Knochenaufbaumaterial Cerasorb mit der Technik des "
Plättchen
Reichen
Plasmas" =
PRP. Häufig wird es in Kombination mit körpereigenem Material vermischt.
Gerade im Oberkiefer - Seitenzahnbereich ist der Knochen für eine Aufnahme von
Implantaten zur Kieferhöhle hin häufig dafür zu dünn. Um hier jedoch eine ausreichend vertikale Breite von mindestens ca. 15mm zu erreichen, bedient sich die moderne Implantationstechnik eines Kunstgriffes. Zwischen der luftgefüllten Kieferhöhle und dem Kieferknochen (gleichzeitig der Boden der Kieferhöhle), befindet sich ein dünnes Schleimhaut-Häutchen. Dieses kann vom Boden der Kieferhöhle her abgehoben werden. Ist jedoch noch eine Mindestknochenhöhe von mind. 8 mm an dem zukünftigen Einsetzort des Implantates gegeben, so kann ohne zusätzliche äußere Kieferhöhleneröffnung direkt dort die ausreichende Implantatbasis geschaffen werden.
Wie dies funktioniert, wird nachfolgend gezeigt:

Anhand einer entsprechenden Röntgenaufnahme wurde die Dicke und Lage des Knochens im Vorfeld vermessen. Der für den Implantationseinsatzort wichtige Kieferanteil wird in der Operation freigelegt. (B1)

Zum Erzielen einer prothetisch optimalen Implantatachse wird eine Schablone auf die vorhandenen Zähne aufgesetzt. Die nun folgende Erstbohrung wird bis ca. 2mm unter das Kieferhöhlen-Häutchen durchgeführt. (B2)

Es erfolgt nun die weitere vollständige Formung des knöchernen Implantatbettes für die vorgesehenen Staumann-Implantate, einschließlich der notwendigen
Tiefenüberprüfung. Es findet nun eine Knochenverdichtung per Handinstrument statt. (B3)

Die über den Instrumenten befindliche Membran wird von dem Untergrund gelöst und wie ein Zelt aufgespannt, bis genügend Platz für die einzubringenden Implantate geschaffen werden konnte. Es bildet sich somit ein zusätzlicher Hohlraum aus. (B4).

In diesen neu entstandenen Hohlraum wird jetzt ein Platzhalter eingefüllt. Dieser ist der Masse nach das oben erwähnte Knochenaufbaumaterial,
Cerasorb, dass mit der Technik des PRP kombiniert zum Einsatz kommt (B5).

In das so vorbereitete Implantatbett wird nachfolgend ein schraubenförmiges Implantat eingebracht. Anschließend wird der Bereich mit einer spannungsfreien Naht vollständig und dicht verschlossen (B6).
Der
Einheilungsprozess setzt nun unmittelbar ein. Nach einer Einheilzeit von etwa 8 Monaten sind die so befestigten Implantate
weiter zu versorgen. Die prothetischen Behandlungen zum Herstellen der neuen
Zähne kann begonnen werden.
Sollte jedoch die Dicke des für die Implantation wichtigen Knochenbereiches noch
dünner sein als oben erwähnt, so muss auf eine andere Vorgehensweise zurückgegriffen werden. Das Einbringen der Implantate kann dann aber auch in der gleichen Sitzung erfolgen, wenn der Knochen nur noch eine Restdicke von zumindest ca. 2 - 3 mm aufweist. Es muss jedoch ein weiterer (externer) Zugang zu der Kieferhöhle vom seitlichen Mundvorhof geschaffen werden.
Ist jedoch die Dicke des Implantatknochens noch dünner als 2 - 3 mm, so muss
dannleider auf eine zweizeitige Vorgehensweise zurückgegriffen werden. Das Einbringen der Implantate kann dann nicht in der gleichen Sitzung erfolgen. Dies ist erst
nach einer Warte- und Knochenaufbauzeit von ca. 8 Monaten möglich.