|
 |
| Sie befinden sich hier: |
Funktions-Diagnostik |
|
 |
 |
 |
Drucken
Weiterempfehlen
Schriftgröße      |
 |
 |
| |
FunktionsdiagnostikViele Kopfschmerzen, insbesondere Spannungskopfschmerzen, Migräneschmerzen, bis hin zu Muskelverspannungen im Nackenbereich haben Ihre eigentliche Ursache im Bereich des Kausystems. Dieses besteht nicht nur aus den Zähnen. Neben dem Zahnfleisch spielen insbesondere die Kiefergelenke sowie die
Kaumuskeln eine wichtige Rolle für eine reibungslose Funktion. Störungen beim Kauen durch Fehlstellungen der Zähne, durch Störkontakte von Füllungen oder mangelhaftem Zahnersatz können zu Verspannungen
der Muskeln und Schäden in den Kiefergelenken führen. Die Kaumuskulatur
wird aber auch häufig durch streßbedingtes Knirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne überlastet.
Die Kaumuskulatur sowie das Kiefergelenk können bereits durch kleine Störungen in Form oder Stellung der Zähne, aber auch durch streßbedingtes Knirschen, so stark belastet werden, daß sie zu krampfartigen Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen im angrenzenden
Schulter-bereich führen.
Früh- bzw. Vorkontakte führen den Unterkiefer ohne Rücksicht auf die ideale Kiefergelenkposition in eine Fehlstellung. Eine dauernd angespannte Muskulatur kann nur zu ausstrahlenden Kiefergelenkbeschwerden
führen, sondern auch bleibende Schäden oder Arthrosen zur Folge haben.
Typische Schmerzzonen, die sich aufgrund fehlerhafter Verzahnung im Bereich der beteiligten Muskelgruppen bemerkbar machen und in weiteren Bereichen ausstrahlen können.
Knackgeräusche deuten auf eine krankhafte Veränderung im Gelenk: Die häufigste Ursache ist das Abgleiten der Gelenkscheibe vom Gelenkkopf und das Zurückspringen in die ursprüngliche Situation. Aber auch die Zähne zeigen bereits frühzeitig Spuren dieser Überbelastung. Typische Zeichen sind überempfindliche Zahnhälse mit keilförmigen Defekten sowie ausgeprägte Schliffspuren, v.a. im Bereich der Eckzähne. Wenn Sie häufig unter Kopfschmerzen leiden, wenn Sie Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke und Ohren haben oder ein Knacken und Reiben der Gelenke wahrnehmen, Sie Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur quälen, dann liegt in vielen Fällen eine Funktionsstörung Ihres Kausystems vor!
Funktionsstörungen sind jedoch kein Schicksal, in das man sich zu fügen hat. Es gibt umfangreiche Möglichkeiten, mit denen der Zahnarzt diese Störungen abklären, analysieren und beheben kann. Hierbei wird im Rahmen einer klinischen Funktionsanalyse ein besonders exakter Befund der Kaumuskeln und Kiefergelenke erho-ben. Im Rahmen der instrumentellen Funktionsanalyse werden durch eine sog. Gesichtsbogenübertragung Lage und Neigung des Oberkiefers sowie die Drehachse des Unterkiefers bestimmt. In besonders schwierigen Fällen können auch durch eine sog. Achsiographie die Gelenkbewegungen exakt aufgezeichnet und analysiert werden.
Mit einer Bißgabel werden die Konturen der Oberkieferzähne abgegriffen, um anschließend mit dem Gesichtsbogen die individuelle räumliche Beziehung des Oberkiefers zum Schädel und den Gelenken zu ermitteln.
Der angelegte Gesichtsbogen greift die Gelenkachse ab.
Danach wird das Oberkiefermodell mit einem Montagegerät schädelbezogen in einem Artikulator montiert.
Die Zuordnung des beweglichen Unterkiefers zum Oberkiefer
erfolgt mit einem Zentrikregistrat (z.B. Spezialwachsplatte). Der Unterkiefer mit den Gelenkköpfen wird dabei in seine physiologisch richtige Lage geführt, ohne daß sich die Zähne berühren.
Mit diesen Informationen kann eine gezielte Behandlung zum Beispiel
mit Aufbißschienen durchgeführt werden. Hilfreich sind häufig auch physiotherapeutische Behandlung (Muskelübungen) zur Lockerung und Entspannung der verspannten Muskulatur.
Eine Aufbißschiene wird auf die unteren Zahnreihen aufgesetzt. Sie lockert und entspannt die Kaumuskulatur und verteilt die Belastung gleichmäßig auf alle Zähne. So kann sie Kopfschmerzen und Nackenverspannungen lindern oder sogar beseitigen.
Die Anwendung der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse bewährt
sich bei:
- Restaurativen Maßnahmen: häufig
zwingend notwendig! für Kronen, Brücken, Prothesen, Implantatversorgungen
- Erkrankungen der Kiefergelenke: Gelenkgeräusche - Reiben oder Knacken -, Schmerzen, Einschränkungen der Bewegungsmöglichkeiten
- Erkrankungen der Kaumuskulatur: Verspannungen, Schmerzen
- Parodontalerkrankungen mit Fehlbelastungen:
zur Herstellung von Aufbißschienen

|
|
|
|