GoldinlayDie beiden Amalgamfüllungen zeigen einen nicht mehr akzeptablen Randspalt. Sie sollen durch
Goldinlays ersetzt werden (Abb.1).
Der Zahntechniker modelliert auf einem Gipsmodell, welches den Zähnen präzise entspricht, ein hochglanzpoliertes Goldinlay mit optimalem Randschluss und Kontaktverhältnissen zu den Nachbarzähnen.
Mit diesem beschriebenen Arbeitsablauf werden seit Jahrzehnten
Gold - Inlays hergestellt, die sich durch eine hervorragende Passgenauigkeit und eine gute biologische Verträglichkeit auszeichnen. Das hierfür verwendete Material (zumeist Legierungen aus Gold, Silber, Platin sowie anderen Metallen) hält den hohen Kaubelastungen im Seitenzahnbereich stand.
Allerdings leiten sie Temperaturreize sehr viel stärker als die gesunde Zahnhartsubstanz. Manche Patienten beklagen folglich nach der Eingliederung von Goldinlays Schmerzen bei kalten oder heißen Getränken und Speisen. Diese legen sich allerdings nach einigen Wochen. Goldfüllungen werden zementiert. Sie gehen also keinen innigen Verbund mit Zahn ein, so dass bei ausgedehnten Füllungen die verbleibenden Zahnwände überkuppelt werden müssen. Dies führt unter ungünstigen Umständen zu einem relativ hohen Verlust an Zahnhartsubstanz und beeinträchtigt vor allem im sichtbaren Bereich die Ästhetik der neuen Inlays, die dann auch Teilkronen genannt werden.

Aufgrund seiner Stabilität lassen sich mit Gold auch größere Defekte dauerhaft versorgen. Viele klinische Langzeitstudien bescheinigen Goldrestaurationen eine ausgezeichnete Prognose, so dass von einer durchschnittlichen Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren, im günstigen Einzelfall auch länger, ausgegangen werden kann. Goldinlays sind bei allen Defekten jeder Ausdehnung im Seitenzahngebiet möglich, auch wenn ein oder mehrere Zahnhöcker ersetzt werden müssen. Leider ist der Farbton golden und somit für viele Interessierte von der Ästhetik nicht akzeptabel.
Abb.: Die fertigen Goldinlays direkt nach dem Einzementieren.