KeramikinlayKeramikinlays sind aufwendige Versorgungen, die sich besonders für kleine bis mittelgroße Defekte eignen, die von Zahnschmelz umgeben sind. Durch eine Bemalung des Keramikinlays bzw. ein Schichten der Keramikmassen in unterschiedlichen Farben durch den versierten Zahntechniker lässt sich die Ästhetik dieser Füllungen perfektionieren. Sie sind praktisch nicht mehr
von der Zahnhartsubstanz zu unterscheiden!
Der linke Backenzahn ist mit einer alten Füllung versorgt, der rechte trägt eine alte Zementfüllung. Beide Zähne sollen mit einem Keramikinlay dauerhaft versorgt werden.
Keramik gilt als überaus verträglich und verursacht als thermischer Isolator keine Temperaturempfindlichkeit. Gelegentlich treten bei einigen Patienten jedoch nach der Eingliederung von Keramikinlays Probleme bei kalten oder heißen Getränken und Speisen. Diese legen sich nach einigen Wochen. Ursache ist das
sehr aufwendige Befestigungsverfahren der Keramikinlays. Sie werden mit kunststoffhaltigen Zementen nach entsprechender Vorbehandlung der Inlays und des Zahnschmelzes mit dem Zahn verklebt. Diese Klebetechnik stabilisiert die gesunde Zahnhartsubstanz. Mit Keramikinlays versorgte Zähne zeigen die gleiche Stabilität wie unversehrte Zähne! Allerdings gelten hierfür die gleichen Vorraussetzungen wie für Kunststofffüllungen. Auch ein Keramikinlay muss überall von Zahnschmelz umgeben sein.
Das Einsetzen der Keramikinlays muss unter absoluter Trockenheit erfolgen, das Anlegen eines Spanngummis um den Zahn ist obligatorisch. Keramikinlays werden i.d.R. mit kunststoffhaltigem Zement mit dem Zahnschmelz verklebt. Bei besonders tiefen Füllungen ist im Zwischenraum (Kreis) nicht immer ausreichend Schmelz vorhanden. Ggf. sollte dann auf andere Alternativen zurückgegriffen werden.
Die fertigen Keramikinlays kurz vor der Eingliederung. Durch ihre Bemalung bzw. Schichtung erlangen sie eine natürliche Ästhetik.
Die endgültige Versorgung mit Keramikinlays direkt nach deren Eingliederung.
Reicht die Füllung im Zahnzwischenraum unter das Zahnfleisch bis in den Bereich
des Wurzelzements versagt die Klebetechnik. In diesen Fällen ist ein
Goldinlay die bessere und dauerhaftere Alternative!
Keramikinlays haben eine ausgezeichnete Prognose. Sie liegt vergleichbar mit der von Goldinlays bei 10 bis 15 Jahren, in günstigen Fällen sogar noch darüber!